Jahresbericht 2025

Editorial

Sehr geehrte ASTAG-Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser

Wirtschaftliche Turbulenzen, geopolitische Spannungen, regulatorische Unsicherheit – Das Jahr 2025 präsentierte sich in vielerlei Hinsicht unsicher. Seien es die US-Zölle, die steigenden Stauzahlen oder die schwächelnde Wirtschaft: Die Herausforderungen sind zahlreich und gross. Das spürt das Transportgewerbe unmittelbar, sieht es sich doch mit steigenden Kosten und tendenziell sinkenden Aufträgen konfrontiert. Dass es dabei gelingt, erfolgreich über die Runden zu kommen, ist dem Gewerbefleiss und unternehmerischen Geschick im Strassentransportgewerbe zu verdanken. Dafür gilt Ihnen, geschätzte Mitglieder, meine grosse Anerkennung.

In diesen bewegten Zeiten ist auf die ASTAG Verlass. Sie hat sich 2025 für alle Belange des Strassentransports eingesetzt und die Mitglieder in allen Bereichen ihres Wirkens unterstützt. Unser Engagement ist spürbar und effektiv, wie zahlreiche wichtige Erfolge im letzten Jahr zeigen: Die ASTAG hat vom Bundesamt für Energie den Zuschlag für das Branchenprogramm «Ladestationen» erhalten und so 20 Millionen Franken an Fördergeldern für das Transportgewerbe gesichert. Im Parlament konnten mehrere Versuche, einen Verlagerungsauftrag für das Inland einzuführen, abgewehrt werden.

Ein absolutes Highlight für die ASTAG waren die SwissSkills. 20 junge Strassentransportfachleute zeigten an drei Tagen vor Hunderten Schülerinnen und Schülern aus der ganzen Schweiz ihr Können. Präsenz zeigte die ASTAG auch an der transportCH, wo wir zahlreiche Mitglieder und Fachgruppen zu einem spannenden Austausch begrüssen durften.

Auch im anstehenden Jahr gibt es wieder wichtige Aufgaben anzupacken. Es gilt für eine branchenverträgliche LSVA-Weiterentwicklung und den Ausbau der Strasseninfrastruktur einzustehen. Auf Verbandsebene steht die weitere Umsetzung der Strategie an. Bei all dem darf Geselligkeit und Austausch nicht zu kurz kommen. Am 10. November findet die nächste Ausgabe des AS-TAG statt. Ich freue mich, Sie dort zu treffen!

Ja, viele offene Dossiers warten auf uns, neue zeichnen sich bereits ab. Doch eines bleibt gewiss: Die ASTAG kämpft mit Konsequenz, Sachverstand und Leidenschaft für Ihre berechtigten Anliegen, geschätzte Mitglieder. Dank Ihrer Treue und Unterstützung konnten wir auch 2025 viel bewegen. Dafür danke ich Ihnen herzlich und freue mich auf ein ebenso engagiertes 2026.

Thierry Burkart
Zentralpräsident

Höhepunkte in Bildern

Die ASTAG hat im Jahr 2025 viele Erfolge erzielt und wichtige Projekte vorangetrieben. Hier präsentieren wir einige Höhepunkte in Text und Bild. Für detaillierte Berichte zu den Aktivitäten der einzelnen Geschäftsbereiche klicken Sie bitte auf «Weiterlesen».

Um die Bilder in der Galerie zu durchblättern, bewegen Sie bitte die Bilder nach rechts.

SwissSkills 2025

Die ASTAG präsentierte sich an den SwissSkills 2025 in Bern mit einem starken Auftritt im Rahmen von «Profis on Tour». Mit 20 engagierten Strassentransportfachleuten, spannenden Wettkämpfen und interaktiven Angeboten setzte der Verband ein sichtbares Zeichen für die Nachwuchsförderung und die Vielfalt der Branche.

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EKAS / ASTAG-Branchenlösung Nr. 25

Die EKAS / ASTAG-Branchenlösung Nr. 25 kommt seit Anfang 2025 in einem modularen Modell daher, welches auf die Bedürfnisse der Mitglieder abgestimmt ist. So sollen Unfälle im Strassentransport und in der Logistikbranche vermieden werden. Denn sie verursachen viel Leid und führen zu Abwesenheiten.

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Start zur Umsetzung der neuen Verbandsstrategie

2025 markierte den Start der Umsetzung der neuen Verbandsstrategie der ASTAG. Mit klaren strategischen Zielen und priorisierten Handlungsfeldern wurden die Grundlagen für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Verbands gelegt.

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Die ASTAG auf der transport.ch

An der transport.ch 2025 positionierte sich die ASTAG als zentrale Anlaufstelle für Austausch, Orientierung und Zukunftsfragen der Transportbranche. Mit ihrem Messeauftritt setzte sie gezielte Impulse zu Themen wie Elektromobilität, Digitalisierung und nachhaltige Entwicklung.

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Delegiertenversammlung 2025 und Annahme der Klimaresolution

An der Delegiertenversammlung 2025 in Schaan verabschiedete die ASTAG die Verlängerung der Klimaresolution. Damit bekräftigte der Verband sein Bekenntnis zu einer nachhaltigen Logistik und zur aktiven Dekarbonisierung des Strassentransports auf freiwilliger und technologieneutraler Basis.

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DRIVE IN Programm der ASTAG und der Dear Foundation

Mit dem Programm DRIVE IN setzten die ASTAG und die Dear Foundation 2025 ein starkes Zeichen für Integration und Nachwuchsförderung. Die erfolgreichen Abschlüsse zeigten, wie gezielte Unterstützung den Einstieg in die Transportbranche nachhaltig ermöglichen kann.

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LSVA III: Zwischenbilanz

2025 stand im Zeichen der Vorbereitung auf LSVA III. Mit der vom BAZG präsentierten Zwischenbilanz und der begleitenden Information durch die ASTAG erhielten Transportunternehmen wichtige Orientierung für die anstehende Umstellung.

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30 Jahre Truckerfestival

Das 30‑jährige Jubiläum des Truckerfestivals in Interlaken wurde 2025 zu einem starken Zeichen für Zusammenhalt und Identität der Branche. Die ASTAG würdigte mit ihrer Präsenz die Leistung der Fahrerinnen und Fahrer, die tagtäglich zur Versorgung der Schweiz beitragen.

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Geschäftsfelder

Abstimmung Wahlzettel
Politik

Die ASTAG hat die Interessen ihrer Mitglieder 2025 klar, faktenbasiert und wirkungsvoll in den politischen Prozess eingebracht.

Wissen

Die ASTAG bereitete relevantes Wissen zielgruppengerecht auf und unterstützte ihre Mitglieder 2025 mit fundierter Beratung – praxisnah und verlässlich.

Ticino Skills Fahrpruefung LKW Strassentransportfachmann
Bildung

Die ASTAG qualifizierte Fachleute für den Strassentransport – von der Grund- und Weiterbildung bis hin zur Höheren Berufsbildung.

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Dienstleistungen

Die ASTAG förderte den Austausch und die Vernetzung – mit Mitgliedern, Dienstleistern, Kunden, Partnern und Sektionen.

Kompetenzzentren

Die ASTAG deckt mit ihren vier Kompetenzzentren die Bedürfnisse des Transportgewerbes schweizweit und in allen Sprachregionen ab. Im Geschäftsjahr 2025 hat die ASTAG in der Ostschweiz eine zusätzliche Personaleinheit rekrutieren, um auch in diesem Landesteil vermehrt vor Ort präsent zu sein und die Mitglieder besser betreuen zu können.

BERN

Die von der ASTAG angebotenen Kurse und Lehrgänge waren auch 2025 stark gefragt. Ob CZV, ADR/SDR oder überbetriebliche Kurse: Die Teilnehmerzahlen bewegten sich auf einem erfreulichen Niveau. Ein besonderes Highlight waren die «Rendez-vous Job»-Tage vom 12. bis 15. März 2025 in der Mobilcity Bern: Jugendliche sowie Eltern und Lehrpersonen erhielten in praxisnahen Vorführungen einen unmittelbaren Einblick in Berufe rund um Transport, Logistik und Carrosserie.

COSSONAY

Das Kompetenzzentrum Westschweiz stärkte 2025 seine Position als zentrale Bildungs- und Dienstleistungsplattform. Die erhöhte Präsenz bei Sektionen und Unternehmen führte zu mehr Sichtbarkeit und Nachfrage. Mit einer zweiten Disposchule-Klasse sowie der Einführung der KV-Lehre Transport in Französisch wurden wichtige Schritte im Nachwuchsaufbau erreicht. Firmenkurse im CZV-Bereich und der gezielte Ausbau der EKAS-Kompetenzen steigerten die interne Wertschöpfung.

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DOTTIKON

2025 stand im Kompetenzzentrum Dottikon die Verfügbarkeit geeigneter Nutzfahrzeuge für ÜK und Schulungen im Zentrum. Weil der Fuhrpark in Bern den heutigen Anforderungen nicht mehr genügte, setzte die ASTAG auf enge Zusammenarbeit und eine gezielte, bedarfsgerechte Zuteilung zwischen den Kompetenzzentren. Dottikon konnte den Fuhrpark mit einem dreiachsigen Mercedes Actros gezielt verstärken und zusätzlich einen Mercedes Actros mit Fahrzeugkran übernehmen und wieder in Betrieb nehmen. Ein weiteres Highlight ist der speziell für die Ladungssicherung entwickelte Anhänger aus Cossonay, der neu in Dottikon stationiert ist und im Austausch auch anderen Standorten für ÜK-Zwecke zur Verfügung steht. Damit ist es gelungen, die Einsatzbereitschaft und Qualität im Ausbildungsbetrieb spürbar zu stärken.

GORDOLA

Das Kompetenzzentrum Gordola meisterte 2025 zahlreiche Herausforderungen und entwickelte sich in einem dynamischen Umfeld weiter. Wichtige Renovationen verbesserten die Infrastruktur, und vier Spezialisten schlossen ihre Ausbildung erfolgreich ab. Die Ausbildungsangebote – darunter CZV‑, ADR‑ und Vorbereitungskurse – wurden kantonsweit fortgeführt. Im Sommer starteten die Bauarbeiten für den neuen Standort, ein zentraler Schritt für die zukünftige Entwicklung.

Finanzbericht

Hier wird die finanzielle Situation präsentiert, einschliesslich Bilanz & Erfolgsrechnung.

3920
Rechnungen

bezahlt

Null
Korrekturen

bei der Revision

Ø13
Teilnehmende

pro Kurs

Situationsbericht

Das Geschäftsjahr 2025 entwickelte sich insgesamt besser als budgetiert. Während ursprünglich ein Verlust von TCHF 287 erwartet wurde, konnte dieser dank konsequenter Kostenkontrolle deutlich reduziert werden und beläuft sich effektiv auf TCHF 232. Auf der Ertragsseite zeigte sich im Bereich Aus & Weiterbildung ein tieferer Umsatz als budgetiert.

Insbesondere in den Bereichen CZV-Weiterbildung und Gefahrengut blieben die Umsätze deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die weiterhin angespannte Marktlage im Transportgewerbe ist klar spürbar: Weiterbildungskurse werden vermehrt aufgeschoben, was den Umsatzrückgang im Wesentlichen erklärt.

Im Bereich Dienstleistung liegt der Umsatz deutlich über Budget. Verschiedene in den Vorjahren eingeleitete Massnahmen zeigten Wirkung. Der Umsatz konnte nachhaltig gesteigert werden. Die ambitioniert budgetierte Bruttomarge wurde zwar knapp verfehlt, gegenüber dem Vorjahr konnte jedoch eine Verbesserung um vier Prozentpunkte erzielt werden.

Die Haupteinnahmen stammen weiterhin aus den EKAS-Beiträgen mit einem Deckungsbeitrag von TCHF 480, den verschiedenen Mandaten mit insgesamt TCHF 310 sowie dem CZV-Prüfungsmandat, welches eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. Der Deckungsbeitrag der Verbandszeitschrift STR beträgt rund TCHF 65. Dies entspricht einer leichten Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, bleibt jedoch hinter dem Budget zurück.

Aufwandseitig konnten durch ein hohes Kostenbewusstsein der Personalaufwand und der Betriebs- und Verwaltungsaufwand unter Budget abgeschlossen werden. Der Personalaufwand lag rund TCH 97 unter den Erwartungen. Insbesondere wurde die natürliche Fluktuation genutzt, um Prozesse effizienter zu gestalten. Dadurch konnte der FTE-Bestand etwas reduziert werden, welches die Lohnkosten gegenüber dem Budget senkten.

Per Ende 2025 beschäftigte die ASTAG 56 FTE. Der Betriebsaufwand sowie der sonstige Aufwand (Gremien, Fachgruppen, Marketing, PR- und Kommunikation) lagen insgesamt leicht unter dem Budget. Durch die konsequente Nutzung von Festgeldern konnte trotz des sehr tiefen Zinsumfeldes ein Finanzertrag von TCHF 56 generiert werden. Die Liegenschaftsrechnung schloss leicht unter Budget ab, da aufgrund der Installation einer Solaranlage über der gesamten Dachfläche des MobilCity einen leicht höheren Zuschuss in den Erneuerungsfonds unterjährig beschlossen wurde.

Die Abschreibungssätze wurden gemäss dem Vorjahr vorgenommen, wobei erstmalig für jede einzelne Anlage ein Anlagespiegel erstellt wurde. Durch Restabschreibungen und Zugänge liegen die Abschreibungen über dem Budget. Bilanzseitig nahm das Umlaufvermögen um TCHF 457 ab. Aufgrund des verhaltenen Geschäftsganges im Bereich Aus & Weiterbildung und der daraus resultierende Rückgang des Deckungsbeitrages wurden wenige Investitionen im Anlagevermögen vorgenommen. So resultierte lediglich ein Rückgang des Anlagevermögens um TCHF 258.

Bilanz
BILANZ31.12.202531.12.2024
Liquiditätsgrad 2272 %256 %
Anlageintensität55 %54 %
Eigenfinanzierungsgrad65 %64 %
Anlagedeckungsgrad 1118 %119 %
Anlagedeckungsgrad 2156 %156 %
Erfolgsrechnung
 31.12.202531.12.2024
Nettoerlös aus Verbandstätigkeit14'502'03014'079'222
Jahresergebnis-419'734-120'694
Anzahl Vollzeitstellen (per 31.12)5657.9
Anzahl Aus- und Weiterbildungskurse9871'079
Anzahl Kursteilnehmende12'67514'168

Organisation

Organisation

Die ASTAG stützt sich auf klare Führungs- und Kontrollstrukturen. Zu den Verbandsorganen gehören die Delegiertenversammlung, der Zentralvorstand (ZV), der Verwaltungsausschuss (VA) sowie die Kontrollstelle. Einen Überblick über die Verbandsführung finden Sie hier:

Zur Verbandsführung

Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung ist als Kollektivorgan organisiert und trägt gemeinsam die Verantwortung für die Umsetzung aller Aufgaben, die dem Verbandszweck dienen und vom Zentralvorstand übertragen werden. Sie ist für das operative Tagesgeschäft verantwortlich – ihr Schwerpunkt liegt in der Führung der Geschäftsstelle in Bern. Per Ende 2025 verabschiedete die ASTAG ihren langjährigen Vizedirektor André Kirchhofer: Nach 19 Jahren Einsatz, Dialog und Verantwortung endet damit ein prägender Abschnitt der Verbandsgeschichte. André Kirchhofer übernimmt eine neue Aufgabe als Stadtpräsident von Zofingen. Die Nachfolge ist mit Fabien Produit geregelt.

Neue Unternehmensstrategie

Die Strategie für die Jahre 2025–2028 wurde vom Zentralvorstand am 20. September 2024 genehmigt. 2025 startete die Geschäftsstelle mit der Umsetzung und brachte zentrale Teilprojekte auf den Weg – darunter die Verbandsfinanzierung, das ERP sowie die Stärkung des Dienstleistungszentrums. Ein wichtiger Meilenstein dabei: Der Zentralvorstand hat die vorgeschlagene Finanzierungsvariante für 2027 mit hoher Mehrheit gutgeheissen.

Mitarbeitende der ASTAG 2025

Per Ende 2025 waren 65 Mitarbeitende bei der ASTAG tätig, davon 28 in einem Teilzeitpensum. Insgesamt ergab dies 5640 Stellenprozente mit einem durchschnittlichen Beschäftigungsgrad von 87 Prozent. Diese Zahlen spiegeln eine flexible und moderne Arbeitsstruktur wider, die den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeitenden Rechnung trägt und gleichzeitig eine effiziente Organisation gewährleistet.

Personelle Kontinuität in den ASTAG-Gremien

Im Jahr 2025 gab es verschiedene personelle Veränderungen in den Gremien der ASTAG. In der Fachgruppe VZU trat Adrian Indermühle nach zwölf Jahren zurück, seine Nachfolge übernimmt Marc Hasler. In der Fachgruppe Taxi schied Markus Kunz aus, eine Nachfolge ist derzeit nicht vorgesehen. In mehreren Sektionen kam es ebenfalls zu Wechseln: In Graubünden folgte Clau Caviezel auf Roland Jäggi, in Schwyz/Uri übernahm Peter Wipfli die Funktion von Johannes Mächler. In der Sektion Glarus löste Manuel Alder René Landolt ab, in Neuenburg/Jura trat Maxime Ledermann die Nachfolge von Didier Bellini an. In der Sektion Aargau wurde Stefanie Heimgartner neu gewählt, nachdem Markus Meier zurücktrat. In Schaffhausen ersetzte Patrick Wäckerlin den langjährigen Vertreter Oliver Eckert.