Taxes et redevances

Weiterentwicklung LSVA: KVF-S stärkt Planungssicherheit, Rabattfestlegung ungenügend

| Mis à jour le 17.04.2026

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates KVF-S hat die Beratung zur Weiterentwicklung der LSVA abgeschlossen. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG nimmt die Beschlüsse grundsätzlich positiv zur Kenntnis, verortet jedoch bei den Rabattsätzen für E-Lastwagen einen Rückschritt.

L'essentiel en bref

  • LSVA-Weiterentwicklung: Stossrichtung der KVF-S wird begrüsst, da sie Planungs- und Investitionssicherheit stärkt und zentrale Anliegen der Branche aufnimmt.
  • Planungssicherheit und Anreize: Später Einbezug von E-Fahrzeugen, lange Vorlaufzeiten und Förderung von EURO-VII setzen wichtige Investitionssignale.
  • Rabatte für E-LKW: Deutliche Senkung der Mindestrabatte gefährdet Elektrifizierung und schwächt die Vorreiterrolle der Schweiz.

Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG nimmt die Beschlüsse der KVF-S zur künftigen Ausgestaltung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) grundsätzlich positiv zur Kenntnis, die Stossrichtung stimmt. Für das Strassentransportgewerbe von sehr grosser Bedeutung ist dabei Planungs- und Investitionssicherheit. Es ist daher zu begrüssen, dass die Kommission dem Nationalrat gefolgt ist und E-Fahrzeuge erst ab 2031 schrittweise in die Abgabepflicht einbeziehen will. In wichtigen Punkten hat die KVF-S ausserdem entscheidende Ergänzungen vorgenommen. Konkret ergibt es Sinn, sollen Tarifanpassungen künftig mit 7 Jahren Vorlaufzeit erfolgen und die bestehenden LSVA-Tarifobergrenzen nach geltendem Recht beibehalten werden. Dies kommt nicht zuletzt auch der laufenden Dekarbonisierung im Strassentransport zugute. «Planungs- und Investitionssicherheit ist entscheidend für die weitere Bereitschaft der Branche zur Flottenmodernisierung», sagt Ständerat und ASTAG-Zentralpräsident Thierry Burkart. Ebenfalls zu begrüssen ist die Absicht, Fahrzeuge der EURO-VII-Norm mittels Rabatten regulär in die günstigste LSVA-Kategorie einzustufen, was einen Anreiz für den Einsatz modernster und sauberster Verbrennertechnologie setzt.

Rabatte für E-LKW: Vorreiterrolle wahren

Nicht nachvollziehbar ist hingegen, dass die KVF-S die Mindestrabatte für E-LKW deutlich senken und eine Rabattspanne einführen will. Die Schweiz ist in der Elektrifizierung des Schwerverkehrs eine Vorreiterin. Dabei ist der Umstand, dass über 20% der neuimmatrikulierten schweren Fahrzeuge elektrisch betrieben werden, primär der geltenden LSVA-Totalbefreiung geschuldet. Ein E-LKW kostet in der Anschaffung mehr als das Doppelte eines herkömmlichen Modells, hinzu kommen beträchtliche Investitionserfordernisse für die eigene Ladeinfrastruktur. Ohne verlässliche und angemessene Rabatte auf die LSVA können diese Mehrkosten kaum amortisiert werden. «Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, verspielt die Schweiz ihre Fortschritte bei der Dekarbonisierung des Schwerverkehrs», warnt Thierry Burkart. Die ASTAG fordert den Ständerat deshalb dazu auf, die wirtschaftlichen Realitäten bei der Dekarbonisierung stärker zu berücksichtigen und bei der Festlegung der Rabatte am Beschluss des Nationalrats festzuhalten.

Weitere Informationen:

Thierry Burkart, Zentralpräsident
079 828 55 81 

Reto Jaussi, Direktor
079 416 39 65

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«Planungs- und Investitionssicherheit ist entscheidend für die weitere Bereitschaft der Branche zur Flottenmodernisierung»

Thierry Burkart, Zentralpräsident