Der Schulweg gehört zum Alltag von Kindern. Er bedeutet Freiheit, Selbstständigkeit und Bewegung, gleichzeitig stellt er besondere Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Gerade am frühen Morgen,…
Zwischen Hitze und Hupkonzert Interlaken im Truckerfieber
Wenn sich über 1’000 Lastwagen im Berner Oberland versammeln und das Thermometer auf dem Asphalt an die 42 Grad klettert, braucht es mehr als gutes Wetter für ein gelungenes Festival. Entscheidend sind die Menschen, die vor Ort bleiben und die besondere Atmosphäre prägen. Am 31. Trucker & Country Festival in Interlaken waren es rund 50’000, die trotz Hitze für eine Stimmung sorgten, die in Erinnerung bleibt. Die ASTAG war mittendrin als Treffpunkt, als Partner und erstmals auch mit einer gemeinsamen Schulwegkampagne.
Schon bei der Ankunft in Interlaken wird deutlich, was dieses Wochenende prägt: Nicht die Hitze bestimmt das Geschehen, sondern die Menschen, die sich davon nicht abhalten lassen. Zwischen flimmerndem Asphalt, glänzenden Chromteilen und langsam vorbeiziehenden Lastwagen entsteht eine ruhiger wirkende, aber nicht minder intensive Festivalatmosphäre. Die Wege sind teilweise weniger dicht gefüllt als in anderen Jahren, dafür bleibt mehr Raum für Begegnungen, Gespräche und den direkten Austausch.
Mit rund 50’000 Besucherinnen und Besuchern sowie etwa 1’000 Trucks bestätigt das Internationale Trucker & Country Festival auch in seiner 31. Ausgabe seine Bedeutung als Treffpunkt der Branche. Die Hitze prägt das Gelände sichtbar. Am Freitag und Samstag werden auf dem Asphalt Temperaturen von bis zu 42 Grad gemessen. Entsprechend willkommen sind die eingesetzten Water Gates. Tunnelreinigungsfahrzeuge sorgen mit feinen Wassernebeln für Abkühlung und ziehen gleichzeitig zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Was ursprünglich als pragmatische Massnahme gedacht ist, wird schnell selbst zu einem festen Bestandteil des Festivalerlebnisses.
Die ASTAG als fester Anlaufpunkt
Mitten im Geschehen ist auch in diesem Jahr der Stand der ASTAG. Für viele Chauffeure und Chauffeurinnen gehört der Besuch längst zum festen Bestandteil des Wochenendes. Besonders gefragt ist erneut das ASTAG T-Shirt, das alle Fahrerinnen und Fahrer, die mit einem eigenen Lastwagen anreisen, vor Ort beziehen können.
Über die Jahre hat sich daraus mehr entwickelt als ein klassisches Giveaway. Die Shirts sind auf dem Gelände allgegenwärtig, nicht nur die aktuelle Ausgabe, sondern auch viele Modelle aus früheren Jahren. Sie werden sichtbar getragen, wiedererkannt und gesammelt. Damit wird der Stand nicht nur zur Ausgabestelle, sondern zu einem Treffpunkt mit Wiedererkennungswert.
Die Gespräche rund um den Stand verlaufen entsprechend direkt und persönlich. Zwischen Truckreihen und Festzelten entstehen Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Berufsleuten, Interessierten und langjährigen Wegbegleitern der Branche. Vor Ort sind auch Vertreter der Geschäftsleitung, darunter Gallus Bürgisser, Franco Digirolamo, Daniel Zaugg und Fabien Produit.
Schulwegkampagne setzt neuen Akzent
Unmittelbar neben dem ASTAG Auftritt setzt 2026 eine neue Initiative einen zusätzlichen Schwerpunkt: die gemeinsam mit dem TCS und Les Routiers Suisses lancierte Schulwegkampagne. Sie rückt ein Thema ins Zentrum, das weit über das Festival hinausreicht.
Am Stand steht ein Lastwagen bereit, der von Besucherinnen und Besuchern signiert werden kann. Die Botschaft ist klar formuliert: «Ich fahre 70’000 Kilometer und halte für jedes Kind ganz an.» Die Aktion stösst auf breite Resonanz. Chauffeure, Familien und Kinder beteiligen sich, kommen ins Gespräch und setzen gemeinsam ein sichtbares Zeichen.
Ziel ist es, auf die Gefahren im Strassenverkehr aufmerksam zu machen und insbesondere die Sensibilität für Situationen auf dem Schulweg zu erhöhen. Gleichzeitig entstehen am Festival Inhalte und Begegnungen, die in den kommenden Wochen weiterverwendet werden.
Gallus Bürgisser, Vizedirektor der ASTAG, erklärt dazu:
«Wer täglich unterwegs ist, kennt die Herausforderungen im Verkehr sehr genau. Die Kampagne zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit gerade gegenüber Kindern ist und macht dieses Anliegen sichtbar.»
Musik und Programm als verbindendes Element
Auch das Rahmenprogramm trägt zur Atmosphäre bei. Im Festzelt und auf den Bühnen treffen unterschiedliche Stilrichtungen aufeinander, von Alpenrock über modernen Country bis hin zu internationalen Acts. Den Auftakt bildet am Freitag eine Konzertnacht mit energiegeladenen Auftritten, gefolgt von einem Samstagabend, der ganz im Zeichen der Country Musik steht. Die Mischung aus bekannten Namen und vielfältigen Klängen spricht ein breites Publikum an und sorgt für gut besuchte Konzerte bis in die späten Abendstunden.
Neben den Konzerten bleibt das Geschehen auf dem Gelände selbst zentral. Die Truck Meile mit individuell gestalteten Fahrzeugen, improvisierten Aufenthaltsorten und offenen Gesprächen bildet weiterhin das Herzstück des Festivals.
Ein gemeinsamer Abschluss
Am Sonntag entspannt sich die Situation leicht, bevor zum Abschluss ein fester Programmpunkt folgt. Um 18.00 Uhr ertönt das traditionelle Hupkonzert. Die Signale von über 1’000 Lastwagen erklingen gleichzeitig und bilden einen akustisch eindrücklichen Schlusspunkt des Wochenendes.
Es ist ein Moment, der über das reine Spektakel hinausgeht. Für viele Teilnehmende steht er sinnbildlich für das gemeinsame Erlebnis, laut, präsent und getragen von einer starken Verbundenheit innerhalb der Branche.















