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Ein Meilenstein für die Entwässerungsbranche
Rekordjahrgang, stolze Familien und beste Aussichten für die Zukunft: 40 frisch diplomierte Berufsleute feiern im Schwellenmätteli den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.
Am 02. Juli um 18.15 Uhr war der Moment der Erleichterung endlich gekommen. Nach Wochen voller Lernstress, Prüfungsdruck und hochsommerlicher Temperaturen trafen im Schwellenmätteli in Bern nach und nach elegant gekleidete junge Berufsleute gemeinsam mit ihren Familien, Freunden und Ausbildungsverantwortlichen zur Diplomfeier ein. Die Vorfreude war spürbar, die Gesichter strahlten und die Anspannung der vergangenen Wochen wich langsam der Gewissheit, es geschafft zu haben. Was folgte, war ein Abend voller Stolz, Emotionen und grosser Freude über einen Rekordjahrgang, der einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Entwässerungsbranche leisten wird.
Ein Rekordjahrgang schreibt Geschichte
Bereits zu Beginn der Feier wurde deutlich, dass dieser Jahrgang in mehrfacher Hinsicht besonders ist. Mit über 110 Gästen war der Saal so gut gefüllt wie noch nie zuvor. Auch die Zahl der erfolgreichen Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger erreichte einen neuen Höchststand. Insgesamt 34 Kandidatinnen und Kandidaten schlossen ihre Ausbildung erfolgreich ab. Davon stammten 22 aus der Deutschschweiz und 12 aus der Romandie. Damit steigt die Zahl der seit Einführung der Ausbildung diplomierten Entwässerungsfachleute auf insgesamt 312.
Während die frisch diplomierten Berufsleute einzeln aufgerufen wurden, war die Begeisterung im Publikum deutlich spürbar. Lautstarker Applaus, Jubelrufe und Pfiffe begleiteten sie auf ihrem Weg nach vorne. Freunde und Familienangehörige hielten die besonderen Momente mit ihren Smartphones fest und nicht selten wurde auch die eine oder andere Freudenträne verdrückt. Die Erleichterung nach den anspruchsvollen Prüfungen war den jungen Fachkräften deutlich anzusehen. Ihre Diplome und Geschenke nahmen sie unter dem Beifall ihrer Mitlernenden und Angehörigen entgegen.
Gemeinsam zum Erfolg
Durch den Abend führten ADVK-Präsident Daniel Nater und Chefexperte Roland Brühlmann. In ihren Ansprachen würdigten sie nicht nur die Leistungen der erfolgreichen Prüfungsteilnehmenden, sondern auch den Einsatz der Ausbildungsbetriebe, Lieferanten, Sponsoren sowie der zahlreichen Prüfungsexpertinnen und Prüfungsexperten. Insgesamt standen während drei Wochen 55 Expertinnen und Experten im Einsatz, um die Abschlussprüfungen zu begleiten und zu bewerten. Auch die Berufsfachschulen blickten mit Stolz auf ihre Lernenden zurück. Vertreterinnen und Vertreter der Berufsfachschule Zug sowie des Centre Professionnel du Nord Vaudois (CPNV) betonten die Entwicklung der jungen Berufsleute während ihrer Ausbildungszeit und hoben die Bedeutung ihres Berufs für den Schutz der Umwelt, der Gewässer und der öffentlichen Infrastruktur hervor.
Chefexperte Roland Brühlmann erinnerte zudem daran, wie eindrücklich sich die Ausbildung in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Gestartet war der Lehrgang 2014 mit 5 Entwässerungspraktiker EBA und 14 Entwässerungstechnologen EFZ. Die erste Abschlussprüfung fand 2016 statt, wo gerade 3 Kandidaten das allererste Qualifikationsverfahren erfolgreich bestanden haben. Im darauffolgenden Jahr durliefen 14 EFZ-Kandidaten ihr allererstes Qualifikationsverfahren und 2 EBA-Absolventen. Ab August 2017 zählte die Branche 29 ausgebildete Absolventen. Heute dürfen bereits 312 ausgebildete Fachkräfte mit eidgenössischem Abschluss in der Branche tätig sein. Gleichzeitig werden Ausbildung und Prüfungen laufend weiterentwickelt und modernisiert. So kamen bei den diesjährigen Prüfungen erstmals digitale Prüfungsinstrumente und Tablet-Lösungen flächendeckend zum Einsatz.
Die Romandie als wichtiger Teil des Erfolgs
Einen bedeutenden Anteil am diesjährigen Rekordjahrgang hatte die Westschweiz. Die Lehrpersonen des CPNV erinnerten an das zehnjährige Bestehen der Ausbildung in der Romandie und berichteten von einer Themenwoche rund um das Wasser, bei der die Lernenden ihren Beruf der Öffentlichkeit nähergebracht hatten. Dabei konnten sie eindrücklich aufzeigen, wie vielseitig die Tätigkeiten in den Bereichen Wartung, Inspektion und Sanierung sind und welchen Beitrag sie täglich zum Schutz der Wasserressourcen leisten.
In ihren Ansprachen gratulierten die Berufsschullehrerinnen den jungen Fachkräften zu ihrem Durchhaltewillen, ihrem Engagement und ihrer Entwicklung während der Ausbildungszeit. Gleichzeitig unterstrichen sie die wichtige Rolle der Entwässerungsfachleute für die Gesellschaft und ermunterten die Diplomierten, ihren Weg mit Neugier, Stolz und Leidenschaft weiterzugehen.
Herausragende Leistungen ausgezeichnet
Neben der Übergabe der Scherpunktzertifikate wurden auch die besten Kandidaten ihrer jeweiligen Fachrichtungen ausgezeichnet. Bei den Entwässerungspraktikern EBA erzielte Dominic Fuchs mit der Note 5,3 das beste Resultat. Im Schwerpunkt Sanieren wurde Alisan Ansarifar mit der hervorragenden Note 5,6 ausgezeichnet. Ebenfalls mit einer 5,6 schloss Thomas Winkler als bester Kandidat im Schwerpunkt Wartung ab. Im Schwerpunkt Inspektion wurde Victor Pereira Batista mit der Bestnote 5.5 für seine hervorragende Leistung geehrt.
Die Ehrungen machten deutlich, welches Fachwissen, welche Ausdauer und welches Engagement hinter den erfolgreichen Abschlüssen stehen. Gleichzeitig wurde betont, dass die Ausbildung oftmals erst der Anfang eines langen beruflichen Weges ist. Zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und zusätzliche Schwerpunktqualifikationen stehen den jungen Fachkräften offen.
Feierlicher Ausklang an der Aare
Nach dem offiziellen Teil verlagerte sich das Geschehen nach draussen. Vor der eindrucksvollen Kulisse der Eventlounge Schwellenmätteli wurde beim Apéro angestossen, gelacht und auf die vergangenen Ausbildungsjahre zurückgeblickt. Die Gespräche, die vielen Erinnerungsfotos und die ausgelassene Stimmung machten deutlich, welch bedeutender Moment dieser Abend für die frisch Diplomierten sowie ihre Angehörigen war.
Mit dem erfolgreichen Abschluss halten die jungen Berufsleute nun ihr eidgenössisches Fähigkeitszeugnis und Schwerpunktzertifikat in den Händen. Für die Entwässerungsbranche bedeutet ihr Erfolg weit mehr als nur neue Diplome. Er steht für qualifizierten Nachwuchs, eine wachsende Berufsbildung und die erfolgreiche Weiterentwicklung eines unverzichtbaren Berufsfelds. Genau deshalb war dieser Abend mehr als eine Diplomfeier. Er war ein Meilenstein für die Entwässerungsbranche.





















