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Reifenabrieb: Reduktion angestrebt

Veröffentlicht am 05.09.2023 | Aktualisiert am 09.10.2023 | von Urs Häfliger

Ein Grossteil des in der Umwelt befindlichen Mikroplastiks stammt gemäss Studie von Reifen. Der Bund schlägt zur Verringerung unterschiedliche Massnahmen vor.

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2,5 Kilogramm Reifenabrieb produziert jeder Mensch pro Jahr in der Schweiz. Das ist laut eines Berichts des Bundesrates beinahe doppelt so viel wie im internationalen Vergleich. Mehrheitlich landet der Reifenabrieb auf dem Boden oder im Wasser, was sich negativ auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirken kann – und durch die Nahrungsaufnahme schliesslich auch auf den Menschen. 

Dennoch ist vieles nicht klar. Der Bund möchte deshalb die vorhandenen Wissenslücken schliessen. Bis dahin können jedoch noch zwei weitere Dinge getan werden: Den Reifenabrieb reduzieren und den Rückhalt für den Reifenabrieb optimieren. Der Bund hofft bei der Reduktion auf die angedachte Euro-7-Norm, die in Bezug auf Reifenabrieb Vorschriften sowie eine Deklarationspflicht vorsieht. Zudem sollen Abrieb-Rückhaltesysteme an Fahrzeugen gefördert werden. 

Effektiver ist jedoch allgemein den Verkehr zu reduzieren: «Dazu zählen insbesondere die Verlagerung des Strassengüterverkehrs auf die Schiene sowie die Förderung des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs. Die Massnahmen der Strategie Verkehrsfluss des Bundesamts für Strassen führen zu einer Verbesserung des Verkehrsflusses auf der Nationalstrasse und tragen damit zu einer Verminderung des Reifenabrieb bei.»