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Weiterentwicklung LSVA: Nationalrat bekennt sich zu Dekarbonisierung und Planungssicherheit
Die gestrigen Beschlüsse des Nationalrats zur Weiterentwicklung der LSVA sind ein wichtiges Zeichen für die Dekarbonisierung des Schwerverkehrs und die Planungssicherheit des Transportgewerbes. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG begrüsst insbesondere die gesetzliche Garantie der Dauer und Höhe der Rabatte für E-LKW ab 2031. Korrekturbedarf besteht hingegen bei der Verankerung der Tarife für Fahrzeuge der Kategorie EURO 7.
Das Wichtigste in Kürze
Planungssicherheit für E-LKW
Der Nationalrat will Rabatthöhe und -dauer für E-LKW ab 2031 gesetzlich festschreiben und schafft damit verlässlichere Rahmenbedingungen für Investitionsentscheide der Branche.Dekarbonisierung mit Übergangslogik
Die Integration von E-Fahrzeugen in die LSVA wird grundsätzlich unterstützt, weil auch sie die Infrastruktur nutzen und der Umstieg auf alternative Antriebe politisch gewollt ist.Chancengleichheit bei EURO 7-Tarifen
Überhöhte LSVA-Tarife für moderne EURO-7 LKW benachteiligen kleinere Transportunternehmen.
Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG nimmt die gestrigen Beschlüsse des Nationalrats zur künftigen Ausgestaltung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) positiv zur Kenntnis. Die schrittweise Integration von E-Fahrzeugen in die LSVA-Systematik ist sinnvoll, auch diese Fahrzeuge beanspruchen die Strasseninfrastruktur. Der Umstieg hin zu alternativen Antrieben im Schwerverkehr ist für die Erreichung der Klimaziele von entscheidender Bedeutung - aber für Transportunternehmen mit hohen Kosten verbunden. Insofern ist es richtig, sollen E-Fahrzeuge für eine Übergangszeit Rabatte auf die LSVA erhalten. Besonders erfreulich ist, dass der Nationalrat dabei der Planungssicherheit einen höheren Stellenwert zumisst. Er will Rabatthöhe und -dauer fix im Gesetz verankern und schafft damit die Grundlagen für einen weiteren Hochlauf alternativer Antriebstechnologien. «Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen sind seit jeher ein Kernanliegen der Branche» sagt ASTAG-Zentralpräsident Thierry Burkart. Ebenso zu begrüssen ist es, soll die Revision - wie ursprünglich geplant - erst 2031 vorgenommen werden. Unternehmen, die sich heute einen Umstieg auf E-LKW überlegen, können den Systemwechsel damit mit genügend Vorlaufzeit angehen.
EURO 7: Chancengleichheit für kleine Unternehmen
Die grosse Mehrheit der Branche sind familiengeführte Klein- und Kleinstbetriebe mit verhältnismässig wenig Liquidität und Eigenkapital. Stand heute haben sie nicht die Möglichkeit, in Elektro-Lastwagen zu investieren, die in der Anschaffung rund Faktor 2 bis 2,5 mehr kosten als Diesel-LKW. Sie müssen die Zeit, bis sich die Kaufpreise angleichen, mit den modernsten fossil betriebenen Lastwagen überbrücken können, ohne durch überhöhte LSVA-Tarife im Betrieb benachteiligt zu sein. Mit der EURO-Norm 7 wird die Schadstoffbilanz des Schwerverkehrs weiter verbessert, sie legt unter anderem eine Halbierung der zulässigen Grenzwerte für Stickoxide fest. «Auch kleinere Unternehmen müssen die Chance erhalten, auf nachhaltigere Fahrzeuge umzustellen» resümiert Thierry Burkart. Bei einem Verzicht auf einen günstigen Tarif für Fahrzeuge der EURO-Norm VII, wie er mit dem Beschluss des Nationalrats möglich bleibt, droht eine staatlich forcierte Branchenkonsolidierung. Wenn regional stark verankerten Familienbetriebe durch unverhältnismässige Fiskalbelastung vom Markt verdrängt werden, droht ein massiver Schaden für die gesamte KMU-Landschaft Schweiz.
Weitere Informationen:
Thierry Burkart, Zentralpräsident
079 828 55 81
Reto Jaussi, Direktor
079 416 39 65




