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GV Tessin: Der LSVA auf der Spur

Veröffentlicht am 05.05.2026 | Aktualisiert am 07.05.2026 | von Christian Bogana

Die Generalversammlung der ASTAG Sektion Tessin stand im Zeichen der laufenden Revision der LSVA. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die aktuellen politischen Entwicklungen und deren Bedeutung für den Strassentransport.

Die Location
Die Generalversammlung der ASTAG Sektion Tessin fand im AMG Performance Center Ticino in Giubiasco bei Mercedes‑Benz Winteler & Co statt. Der Veranstaltungsort ist zentral gelegen, gut erreichbar und befindet sich in einem modernen Gebäude.

Das zentrale Thema
Im Mittelpunkt der Versammlung stand die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe LSVA (TTPCP). Als Gast sprach Nationalrat Alex Farinelli über den Stand der Revision, die kürzlich im Nationalrat behandelt wurde. Ziel seines Beitrags war es, die Transportbranche auf die kommenden Entwicklungen vorzubereiten.

Die Reform stützt sich auf drei Pfeiler: Elektrifizierung, Kostendeckung und Verlagerungspolitik. Die LSVA ist ein Instrument, das bedeutende Einnahmen für den Bund generiert und unter anderem zur Finanzierung von Infrastrukturen, insbesondere der Bahn, beiträgt.

Die Stimmung
Die Versammlung verlief in einer aufmerksamen und engagierten Atmosphäre, geprägt von offenem Austausch.

Das Essen
Nach dem offiziellen Teil wurde ein geselliger Apéro mit frischen Wurstwaren und Aufschnitt, Risotto sowie verschiedenen kleinen Speisen serviert.

Die Gäste
Nationalrat Alex Farinelli informierte über den aktuellen Stand der LSVA‑Revision und deren Auswirkungen auf den Strassentransport.

Das gab zu reden I
Für die Branche bleibt die Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zentral. Elektrofahrzeuge waren bislang von der LSVA befreit, werden jedoch künftig schrittweise in das System integriert.

Im parlamentarischen Prozess zeigten sich kritische Punkte für die Unternehmen. Der ursprüngliche Vorschlag des Bundesrates sah grosse Ermessensspielräume bei den Reduktionen vor, ohne Mindestgarantien, was die Planung erschwert hätte.

Der Nationalrat korrigierte dies mit garantierten Mindestreduktionen und verschob die effektiven Auswirkungen der Reform bis 2031. Dies schafft zusätzliche Planungssicherheit.

Das gab zu reden II
Ebenfalls thematisiert wurde die Verlagerungspolitik. Wie im Austausch deutlich wurde, kann die Schiene den Strassentransport nicht vollständig ersetzen. Logistische Leistungen bleiben auf schwere Nutzfahrzeuge angewiesen.

Im Rahmen der statutarischen Geschäfte wurde Mattia Nessi als neues Vorstandsmitglied ernannt.

So geht’s weiter
Der Gesetzgebungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Das Dossier zur LSVA‑Revision wird nun im Ständerat weiterberaten. Für die Branche gilt es, aufmerksam zu bleiben und vorausschauend zu planen.