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Die ASTAG engagiert sich an der «Roadmap Elektromobilität 2030»

Veröffentlicht am 16.04.2026 | Aktualisiert am 20.04.2026 | von Laura Salamin

Die ASTAG gehört neu zu den Unterzeichnenden der Charta der «Roadmap Elektromobilität 2030». Damit reiht sie sich in rund sechzig öffentliche und private Akteure ein, die sich gemeinsam für die Energiewende engagieren. Die offizielle Unterzeichnung fand am 15. April in Lupfig (AG) in den Räumlichkeiten der AMAG Import AG Academy statt und markiert einen weiteren wichtigen Schritt mit der Integration des Schwerverkehrs in die Roadmap.

Die vom Bund in Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Partnern lancierte Roadmap verfolgt das Ziel, den Ausbau der Elektromobilität in der Schweiz zu beschleunigen. Sie basiert auf einem kooperativen Ansatz, mit dem gemeinsame Ziele definiert und konkrete Massnahmen koordiniert werden, um die verkehrsbedingten CO₂-Emissionen zu reduzieren. Nach zwei Phasen mit Fokus auf Personenwagen (2018–2020 sowie 2021–2025) wird der Geltungsbereich in der Periode 2026–2030 erstmals auf den Gütertransport und den Schwerverkehr ausgeweitet.

Insgesamt haben sich 59 Akteure verpflichtet, freiwillige Massnahmen in drei zentralen Handlungsfeldern umzusetzen: «Fahrzeuge», «Ladeinfrastruktur» und «Stromversorgung». In diesem Rahmen bringt die ASTAG ihr Branchenprogramm «in charge» als Beitrag ein. Dieses wurde von einem Gremium mit Vertretern des Bundesamts für Energie (BFE) und des Bundesamts für Strassen (ASTRA) geprüft und validiert, was seine Relevanz innerhalb der Roadmap bestätigt.

Die Unterzeichnungszeremonie vom 15. April fand im Beisein zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter aus Institutionen und Industrie in den Räumlichkeiten der AMAG Import AG Academy in Lupfig (AG) statt. Nach einer Führung durch die Ausbildungswerkstätten der AMAG Academy, die auf den Umgang mit Hochvoltbatterien spezialisiert sind, wurde die Veranstaltung mit Begrüssungsansprachen von Oliver Stegmann, Director Group Aftersales bei AMAG Import, sowie Alois Freidhof, Leiter der «Roadmap Elektromobilität 2030», eröffnet.

Im Anschluss wurden mehrere konkrete Initiativen vorgestellt. Dazu gehörte unter anderem jene der Hugelshofer Logistik AG, die eine schrittweise Umstellung auf 100 Lastwagen bis 2028 plant. Parallel dazu soll die eigene Photovoltaikstromproduktion kontinuierlich ausgebaut werden, um die CO₂-Emissionen bis 2030 um 50 Prozent zu senken.

Eine anschliessende Podiumsdiskussion vereinte zentrale Akteure des Sektors, darunter Benoît Revaz, Direktor des Bundesamts für Energie (BFE), Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen (ASTRA), Christa Hostettler, Direktorin des Bundesamts für Verkehr (BAV), sowie Peter Galliker (Galliker Transport AG), Peter Goetschi (TCS) und Romeo Deplazes (Energie 360°). Im Zentrum der Diskussionen standen operative Herausforderungen, der Infrastrukturbedarf sowie die notwendigen Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung der Elektromobilität, insbesondere im Schwerverkehr.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die offizielle Unterzeichnung der Charta. Diese unterstreicht die zentrale Rolle der Elektromobilität bei der Dekarbonisierung des Strassenverkehrs sowie die Bedeutung einer intelligenten Integration von Fahrzeugen und deren Batterien in das Energiesystem. Mit ihrer Unterzeichnung bekräftigen die Beteiligten ihren Willen, günstige Rahmenbedingungen zu schaffen und aktiv zur Weiterentwicklung der Elektromobilität beizutragen. Die ASTAG war durch ihren Direktor Reto Jaussi vertreten, der die Charta im Namen des Verbands unterzeichnete. Damit wurde das Engagement und der Wille der Strassentransportbranche im Rahmen der «Roadmap Elektromobilität 2030» formell bekräftigt.