Das neue Erhebungssystem LSVA III hat per 1. Januar 2026 das alte System LSVA II vollständig abgelöst.
Verkehr ‘45: Fokus auf das Machbare
Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG begrüsst die gestern vom Bundesrat bekanntgegebene Stossrichtung für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Grundsatz. Der punktuelle Ausbau des Nationalstrassennetzes ist angesichts steigender Überlastung unumgänglich.
Das Wichtigste in Kürze
Engpassbeseitigung ist dringend nötig.
Die Staubelastung ist bereits heute extrem und wird ohne Kapazitätserweiterungen weiter zunehmen.Strasse und Schiene müssen gemeinsam betrachtet werden.
Bahninvestitionen allein reichen nicht aus, da der Strassenverkehr weiter wächst.Die Pläne des Bundesrats sind ein Minimalansatz.
Sie sind sinnvoll, reichen langfristig aber nicht aus und müssen später ausgebaut werden.
Aus Sicht der ASTAG ist unbestritten, dass der Strassenverkehr wie auch die Bahn moderne und bedarfsgerechte Infrastruktur erfordern. Die ASTAG begrüsst daher ausdrücklich den Ansatz des Bundesrats, die Verkehrsplanung ganzheitlich anzugehen. «Die Diskussion um Infrastruktur darf nicht isoliert geführt werden, Ausbauten sind in allen Bereichen nötig.» betont Ständerat und ASTAG-Zentralpräsident Thierry Burkart. Die nun angestrebten Ausbauten der Nationalstrasse fallen zwar bescheiden aus, insbesondere im Vergleich zu den massiven Investitionen, die in die Schieneninfrastruktur fliessen. Sie schaffen aber eine unverzichtbare und vor allem machbare Perspektive für den staugeplagten Strassenverkehr. Vor diesem Hintergrund ist es schlicht nicht nachvollziehbar, dass die besonnenen Pläne des Bundesrats zur Engpassbeseitigung auf eine derart vehemente und unüberlegte Grundsatzopposition stossen.
Kapazitätserweiterung überfällig
Die geplanten Engpassbeseitigungen sind überfällig. Mehr als 55'000 Staustunden im Jahr 2024 sind Zeugnis von dringendem Handlungsbedarf, an zentralen Autobahnnadelöhren fehlt nicht mehr viel bis zum vollständigen Stillstand. Auch der weitere Ausbau wird diesen Problemdruck nicht bedeutend abmildern können. Der Bund anerkennt in seinen eigenen Prognosen und Studien, dass sowohl der Güter- als auch der Personenverkehr auf der Strasse in den kommenden Jahren weiter markant ansteigen werden - trotz Milliardeninvestitionen in die Bahn. «Ohne rasche Kapazitätserweiterungen werden die massiven Staustunden zweifellos weiter zunehmen.» warnt Thierry Burkart «Die Folgen sind teurere Gütertransporte und stockende Mobilität – zulasten von Bevölkerung und Gewerbe.»
Wohlstand und Wachstum basieren auf Mobilität und Logistik, und dazu wiederum braucht es eine leistungsfähige, bedarfsgerechte Infrastruktur. Nicht zuletzt profitieren auch Ortschaften durch geringeren Umfahrungsverkehr und grössere Verkehrssicherheit von staufreien Autobahnen. Die ASTAG wird sich in der kommenden Vernehmlassung daher entschieden dafür einsetzen, dass die überfällige Engpassbeseitigung auf der Nationalstrasse endlich angegangen wird. Die ASTAG erachtet die vorliegenden Pläne als ersten Schritt. Mittel- bis langfristig werden sich angesichts der deutlichen Überlastung der Nationalstrassen weitere Engpassbeseitigungen aufdrängen. Andernfalls droht die Versorgung und Mobilität in der Schweiz zum erliegen zu kommen.
Weitere Informationen:
Niels Volken
n.volken@astag.ch, 079 292 23 48




