Die Ausbildung verbindet Theorie und Praxis und bereitet optimal auf die vielseitigen Anforderungen in allen Bereichen der Transport- und Logistikbranche vor. Lehrgangsstart 2026 in allen Regionen.
Infrastruktur, Nachwuchs und Zusammenhalt im Fokus der GV Nordwestschweiz
Die Generalversammlung der ASTAG Nordwestschweiz im Haus der Wirtschaft in Pratteln verlief ruhig und geprägt von breiter Zustimmung. Sämtliche Traktanden wurden einstimmig verabschiedet, zentrale Themen wie Verkehrsinfrastruktur, LSVA und Nachwuchsförderung engagiert diskutiert. Politische Gäste aus Bund und Kanton unterstrichen die Bedeutung eines starken Güterverkehrs für die Region.
Die Location
Die Generalversammlung fand wiederum im Haus der Wirtschaft in Pratteln statt. Die funktionale Umgebung und das Auditorium boten einen klaren und verlässlichen Rahmen für den statutarischen Teil. Bereits der Eingangsbereich prägte den ersten Eindruck: Markante Kalksteine aus den Steinbrüchen von Liesberg und Laufen, eingesetzt als Brunnenstein und Empfangstheke, verleihen der Location eine regionale Verankerung.
Die Stimmung
Die Generalversammlung verlief ruhig und ohne kontroverse Diskussionen. Sämtliche Abstimmungen wurden einstimmig angenommen. Mehrfacher Applaus zu verschiedenen Traktanden unterstrich die breite Zustimmung zu den behandelten Themen. Beim anschliessenden Empfang kam es zu angeregten Gesprächen, es wurde gemeinsam angestossen und der Austausch unter den Teilnehmenden gepflegt. Nach dem offiziellen Teil setzte sich dies beim Apéro Riche fort, der Raum für vertiefte Unterhaltungen und persönliche Begegnungen bot.
Das Essen
Das Apéro Riche mit verschiedenen Häppchen bildete einen gelungenen Abschluss der Generalversammlung. Das Angebot wurde von den Teilnehmenden geschätzt und bot einen passenden Rahmen, um den Austausch in entspannter Atmosphäre fortzusetzen.
Die Ansprache des Präsidenten
In seiner Ansprache blickte Präsident Eric Jecker auf ein anspruchsvolles Verbandsjahr zurück. 2025 war stark geprägt von geopolitischen Spannungen – vom Krieg in der Ukraine über den Nahostkonflikt bis hin zu handelspolitischen Unsicherheiten. Diese Entwicklungen wirkten sich spürbar auf die Weltwirtschaft aus und belasteten auch die Schweiz als exportorientierte Volkswirtschaft. Hohe Zinsen und strukturelle Unsicherheiten hemmten Investitionen, auch in der Transport- und Logistikbranche. Trotz der insgesamt robusten Ausgangslage der Schweiz bleibe das Umfeld herausfordernd und verlange weiterhin Anpassungsfähigkeit und strategischen Weitblick.
Auf Branchenebene sprach der Präsident insbesondere die hohe finanzielle Belastung durch Steuern und die LSVA an. Transportunternehmen leisten einen erheblichen Beitrag, sehen aber gleichzeitig, dass dringend notwendige Investitionen in die Strasseninfrastruktur nur schleppend vorankommen. Der stockende Ausbau führe zu Staus und Effizienzverlusten, obwohl zahlreiche Projekte bereitlägen. Diese Diskrepanz zwischen Belastung und Gegenleistung beschäftige die Mitglieder stark und bleibe ein zentrales politisches Thema.
In seiner Ansprache würdigte der Präsident zudem die sehr gute, kollegiale und korrekte Zusammenarbeit mit Les Routiers Suisse. Die regionale Sozialpartnerschaft sei ein wichtiger Pfeiler für Stabilität und gegenseitiges Verständnis und werde von der ASTAG Nordwestschweiz ausdrücklich geschätzt.
Die Gäste
An der Generalversammlung nahmen Gäste aus Politik und Behörden teil. Begrüsst werden konnten unter anderem Nationalrätin Stefanie Heimgartner, Ständerat Thierry Burkart, Zentralpräsident der ASTAG Schweiz, Major Christian Egeler, Chef der Verkehrspolizei Basel‑Landschaft, sowie Reto Tschudi, Landratspräsident Basel‑Landschaft.
Das gab zu reden I
Ein Diskussionsthema war der Berufsbildungsbeitrag. Der Rückblick zeigte klar: Der Beitrag war im vergangenen Jahr erfolgreich und ermöglichte wirksame Massnahmen in der Nachwuchsförderung. Die Mitglieder beschlossen einstimmig, den Beitrag von CHF 100.– pro Mitglied auch für das Jahr 2026 weiterzuführen.
Das gab zu reden II
Besonders ausführlich wurde über die Nachwuchsförderung berichtet. Im Fokus stand der Einsatz des Profis-on-Tour-Busses. Zudem wurde über den Auftritt an der Berufsschau gesprochen, an welchem Altbewährtes mit neuen Formaten kombiniert wurden. Der Bus wird künftig weiterhin eingesetzt, stets in Kombination mit Lernenden, die aus ihrem Berufsalltag berichten und so authentische Einblicke vermitteln. Gerade diese Verbindung von Praxis, persönlichen Geschichten und moderner Präsentation erwies sich als wirkungsvoller Ansatz, um junge Menschen für die Branche zu gewinnen.
Das gab zu reden III
Zentralpräsident Thierry Burkart ordnete die aktuellen verkehrspolitischen Herausforderungen auf nationaler Ebene ein. Im Mittelpunkt standen der stockende Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die zunehmende Stauproblematik sowie die laufenden Diskussionen rund um die Weiterentwicklung der LSVA. Er machte deutlich, dass die ASTAG diese Themen auf politischer Ebene intensiv begleitet und die Anliegen der Branche kontinuierlich in die Entscheidungsprozesse einbringt. Gleichzeitig rief er die Mitglieder zu Geschlossenheit auf und betonte die Bedeutung eines starken Verbands, um die Interessen der Transportbranche auch in einem anspruchsvollen politischen Umfeld wirksam vertreten zu können.
So geht’s weiter
Die ASTAG Nordwestschweiz wird sich auch im kommenden Jahr mit Nachdruck für bessere Rahmenbedingungen, eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur und eine starke Berufsbildung einsetzen. Geplante Auftritte, Informationsanlässe und politische Begleitprozesse bilden dabei zentrale Pfeiler der Verbandsarbeit.
Die Stimmen
Reto Tschudi, Landratspräsident Basel‑Landschaft: "Die Transport- und Logistikbranche ist für unsere Region von zentraler Bedeutung. Ohne funktionierenden Güterverkehr steht die Nordwestschweiz still – umso wichtiger sind Investitionen in eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur und tragfähige Lösungen für die Stauproblematik."
Christian Egeler, Chef Verkehrspolizei Basel‑Landschaft: „Der Verkehr befindet sich im Umbruch. Automatisierung und neue Technologien bringen grosse Chancen, stellen aber auch neue Anforderungen an Sicherheit, Kontrolle und Zusammenarbeit. Entscheidend wird sein, die Entwicklungen aktiv mitzugestalten und praxisnah umzusetzen.“























