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Erfolgreicher Nachwuchs an der 47. GV der Sektion Aargau

Veröffentlicht am 09.04.2026 | Aktualisiert am 15.04.2026 | von Corinne Blatter

Volle Reihen, klare Worte und viele aktuelle Themen: Die Generalversammlung der ASTAG Sektion Aargau bot einen umfassenden Einblick in die Herausforderungen und Perspektiven der Transportbranche, vom steigenden Kostendruck über Infrastrukturfragen bis hin zur erfolgreichen Nachwuchsförderung.

Die Location

Die 47. ordentliche Generalversammlung der ASTAG Sektion Aargau fand am Mittwoch, 1. April 2026, im Emil Frey Classic Center in Safenwil statt. Bereits beim Eintreffen zeigte sich eine gute Beteiligung. Beim Begrüssungsapéro bot sich Gelegenheit für erste Gespräche und den persönlichen Austausch.

Die Ansprache der Präsidentin

Präsidentin Stefanie Heimgartner eröffnete die Versammlung und führte durch den statutarischen Teil. Sie sprach zentrale Herausforderungen der Branche an. Dazu gehören insbesondere der Nachwuchs, die zunehmenden Staustunden sowie der Strassenausbau, der für die zukünftige Entwicklung eine wichtige Rolle spielt.

Im Anschluss präsentierte sie die Jahresrechnung. Diese wurde von den Revisoren geprüft.

Die Stimmung

Die Stimmung während der Versammlung war aufmerksam und interessiert. Insbesondere bei den Referaten und Wortmeldungen entwickelte sich eine engagierte und konstruktive Diskussion.

Das Essen

Nach dem offiziellen Teil wurden die Teilnehmenden zum Abendessen eingeladen. In angenehmer Atmosphäre wurde weiter diskutiert, Kontakte gepflegt und der Austausch vertieft.

Das gab zu reden I – Branchenentwicklung und Politik

Gallus Bürgisser, Vizedirektor ASTAG, sprach über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Branche. Im Zentrum standen die steigenden Dieselpreise, die Reduktion der CO₂-Emissionen sowie die Unterstützung von KMU durch Brancheninstrumente wie In-CHARGE.

Auch die Verlagerungspolitik wurde thematisiert. Die angestrebte Verlagerung des Verkehrs kommt nur langsam voran. Ein Grund dafür ist, dass kein Nachbarland über vergleichbare Möglichkeiten wie die Schweiz verfügt. Gleichzeitig steigt der politische Druck auf den Transportsektor weiter an. Die aktive Mitwirkung der Branche gewinnt deshalb zunehmend an Bedeutung.

Das gab zu reden II – Wirtschaft und Infrastruktur

Regierungsrat Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, unterstrich die Bedeutung einer funktionierenden Versorgung der Schweiz. Die Transport- und Versorgungsketten müssen zuverlässig bleiben. Dies ist nur mit einer funktionierenden Logistik möglich.

Er wies zudem auf das starke Bevölkerungswachstum hin. Wirtschaftliche und logistische Aspekte müssen bei der Planung konsequent berücksichtigt werden. Der Kanton Aargau setzt sich dafür ein, nicht nur ein Wohnkanton zu sein, sondern weiterhin ein starker Wirtschaftsstandort zu bleiben.

Das gab zu reden III – Nachwuchs und SwissSkills

Ein zentrales Thema war der Nachwuchs. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Auftritt des amtierenden SwissSkills-Champions Mike Roth gemeinsam mit Adrian Herzog von der Herzog Transporte AG.

Die beiden berichteten über den Werdegang und ihre Erfahrungen an den SwissSkills. Die Erzählungen und gezeigten Bilder machten die Erlebnisse spürbar. Im Saal wurde mitgelacht und die Leistungen entsprechend gewürdigt.

Die Stimmen

Aus dem Plenum meldete sich unter anderem Martin Gautschi zu Wort. Er sprach das Thema Elektromobilität an und betonte, dass sich neue Technologien für die Unternehmen wirtschaftlich lohnen müssen. Gleichzeitig müsse darauf geachtet werden, dass die Transformation nicht zu höheren Kosten führt.

So geht’s weiter

Konkrete Beschlüsse wurden keine gefasst. Klar wurde jedoch, dass Themen wie Nachwuchs, Kostenentwicklung, Infrastruktur sowie die Transformation im Bereich Energie und Antrieb die Branche weiterhin stark beschäftigen werden.