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INTERNATIONAL, 22.11.2019


International

Grenzüberschreitende Transporte sind besonders anspruchsvoll. Der Grund sind die ganz unterschiedlichen Regelungen in den Nachbarstaaten der Schweiz und besonders in Ländern, die nicht zur EU gehören. Eine sorgfältige Vorbereitung sowohl im Güter- wie auch im Personentransport ist unverzichtbar. Die ASTAG stellt die wichtigsten Informationen in laufend aktualisierter Form zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt auf Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich.

Registrierung

Abfalltransporte

Auf internationaler Ebene ist der grenzüberschreitende Verkehr mit Abfällen strikte geregelt. Wer Abfälle transportiert oder entsorgt, benötigt oft Bewilligungen oder muss sich in ein Register eintragen lassen.



GB - Austritt aus der EU - Konsequenzen

Brexit

Brexit ist die Kurzform für "British Exit". So wird der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union bezeichnet. Die Beziehung zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich werden sich nach dem Brexit verändern. 

Unterschiedliche Regelungen

Fahrverbote

In der Schweiz und in Europa gibt es gewisse Tage und Zeiten, während denen temporäre Fahrverbote für den Schwerverkehr gelten. Insbesondere an Feiertagen und teilweise in der Nacht dürfen Lastwagen weder im Transit noch im Binnentransport verkehren.

Unterschiedliche Ansätze und Systeme

Maut

In zahlreichen europäischen Staaten müssen schwere Nutzfahrzeuge für die Benutzung von Autobahnen, Strassen und Tunnels eine Mautgebühr bezahlen.

Entsendung von Arbeitnehmern

Mindestlohn

Vor dem Hintergrund der Bekämpfung von Lohn- und Sozialdumping haben etliche europäische Staaten beschlossen, dass die Entsendung von Arbeitnehmern im internationalen Güter- und Personenverkehr mit erheblichen bürokratischen Auflagen belegt wird. 

Einfahrt nur mit Plakette oder Vignette

Umweltzonen

Viele Städte und Gemeinden in verschiedenen Ländern in ganz Europa haben über 300 Umweltzonen eingerichtet oder bereiten diese vor, um die geltenden Grenzwerte für die Luftqualität einzuhalten. Die meisten Umweltzonen umfassen den Teil einer Stadt oder betreffen besonders belastete Strassenabschnitte.

Hilfreiche Merkblätter

Mehrwert- / Umsatzsteuerregelungen

In vielen Ländern wird eine Umsatzsteuer oder auch Mehrwertsteuer erhoben. Die Steuersätze und Regelungen variieren dabei von Land zu Land. Die ASTAG stellt Hilfeleistung bei administrativen Hürden.

INTERNATIONAL, 02.12.2019 | AUTOR: Küng Linda

Chauffeurdossier – Optimal vorbereitet für die Carfahrt

Das Chauffeurdossier der ASTAG bietet wertvolle Informationen, Tipps und Hinweise für Busunternehmer und -fahrer für eine gute Vorbereitung der Fahrt, sicheres Fahren und das richtige Verhalten während der Reise. Im ausführlichen Anhang sind länderspezifische Informationen und Merkblätter für Gelegenheitsfahrten in europäische Länder abgelegt.

Weitere Informationen

Chauffeurdossier (PDF)

In der bdo-Länderdatenbank finden Sie weitere, ausführliche Informationen zu den Ländern inner- und ausserhalb der Europäischen Union

Reisecars ermöglichen komfortable, sichere und umweltfreundliche Ferienreisen und Tagesausflüge im In- und Ausland. Mehrere Millionen Fahrgäste nutzen die zahlreichen Angebote Schweizer Carunternehmen und erleben dabei unvergessliche Momente. Der unternehmerische Erfolg in der Reisebusbranche führt über Qualität und eine ausgeprägte Kundenorientierung. Um zufriedene Kunden zu erreichen, ist eine professionelle Vorbereitung der Reise und eine kompetente Betreuung durch den Chauffeur unumgänglich.

Das vorliegende Dossier soll dem Carunternehmer und -fahrer als hilfreiche Unterstützung in der täglichen Arbeit dienen. Es enthält wertvolle Informationen, Tipps und Hinweise für eine gute Vorbereitung der Fahrt, sicheres Fahren und das richtige Verhalten während der Reise. Im ausführlichen Anhang sind länderspezifische Informationen und Merkblätter für Gelegenheitsfahrten in europäische Länder abgelegt (Verkehrsregeln, Steuern, Genehmigungen, Dokumente, Kontakte etc.).

Hinweis:

Alle Angaben sind nach bestem Gewissen, jedoch ohne Gewähr. Das Dossier ist auf der ASTAG-Website für Mitglieder kostenlos verfügbar oder kann zum Selbstkostenpreis bei der Geschäftsstelle bestellt werden.

INTERNATIONAL, 22.12.2017 | AUTOR: P. Hari

Feuerlöschgeräte auf Schweizer Transportmotorwagen im Ausland (nicht Gefahrgut)

In vorliegendem Merkblatt werden die Zusammenhänge der Vorschriften aufgezeigt, welche die Anforderungen an Feuerlöschgeräte für in der Schweiz immatrikulierte Transportmotorwagen (Lastwagen und Gesellschaftswagen) regeln und wie es sich bei Fahrten im Ausland verhält.

Feuerlöscher im Ausland

Download Merkblatt

INTERNATIONAL, 25.10.2019 | AUTOR: Meyer Franziska

Winterreifen- und Schneekettenmitführpflicht in Europa

Für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht - insbesondere für LKW - gilt in verschiedenen Ländern in Europa von Anfang November bis Mitte April eine Winterreifenpflicht.

Schweiz

Obwohl in der Schweiz keine Mitführpflicht für Schneeketten vorgesehen ist, kann auf bestimmten Strassenabschnitten ein Schneekettenobligatorium bestehen. Diese Strassenabschnitte werden mit dem Signal „Schneeketten obligatorisch“ gekennzeichnet. Der Zeitrahmen ist nicht genau angegeben, da in Alpenregionen auch im Sommer Schnee fallen kann. Schneeketten müssen mindestens auf zwei Antriebsrädern der selben Achse oder auf jeder Seite im Falle von Zwillingsbereifung aufgezogen werden.
Sanktionen
Verstösse gegen ein Schneekettenobligatorium werden mit einer Busse von CHF 100 geahndet.
Winterreifen
Fahrzeuge bis zu 3.5 to zulässigem Gesamtgewicht können in der Zeit vom 1. November bis 30. April jeden Jahres auch mit Spikesreifen ausgerüstet sein.

Österreich

Im Zeitraum vom 01. November bis 15. April darf der Lenker ein Kraftfahrzeug der Fahrzeugkategorien über 3,5 Tonnen nur verwenden, wenn zumindest an den Rädern einer Antriebsachse Winterreifen angebracht sind. Für Autobusse gilt diese Regelung vom 01. November bis 15. März. In der Zeit vom 1. November bis 15. April hat der Lenker für Fahrzeuge von mehr als 3,5 Tonnen ausserdem geeignete Schneeketten für mindestens zwei Antriebsräder mitzuführen. Sie dürfen aber nur dann verwendet werden, wenn dies erforderlich ist, und auch nur dann, wenn sie so befestigt sind, dass sie die Oberfläche der Fahrbahn nicht beschädigen.
Ein Verstoß gegen die Winterreifen- bzw. Schneeketten-mitführpflicht kann mit einer Geldstrafe von bis zu 5.000,- Euro geahndet werden. Auch sind Zwangsmassnahmen zulässig, wenn aufgrund der Fahrbahnverhältnisse oder der beabsichtigten Fahrtstrecke eine Gefährdung der Verkehrssicherheit zu erwarten ist.

Norwegen

Seit Januar 2015 gelten für Winterreifen von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 t strengere Anforderungen. Die Winterreifenpflicht gilt für alle Achsen und alle Räder. 

Deutschland
Seit 1. Juni 2017 gelten neue Vorschriften für das Fahren und die Ausrüstung von Lkw ab 3,5 Tonnen mit Winterreifen sowie für die Beschaffenheit der Winterreifen selbst. Danach sind spätestens ab dem 1. Juli 2020 neben den Antriebs- auch die vorderen Lenkachsen dieser Fahrzeuge bei entsprechenden winterlichen Witterungsverhältnissen mit Winterreifen auszustatten. Normale M+S Reifen werden noch bis zum 30. September 2024 als Winterreifen anerkannt, sofern sie bis zum Jahresende 2017 produziert wurden. Ab 1. Oktober 2024 gelten nach den neuen Bestimmungen der StVZO nur noch Reifen, die mit dem Alpine-Symbol gekennzeichnet sind, als Winterreifen.

Weitere Informationen:

Informationen zu Winterreifen  in Norwegen
Merkblatt Winterdienst Österreich
Merkblatt Winterreifen Autobus Österreich

Weiterführende Links:

Österreichischer Verband
Norwegische Strassenbehörde
IRU


INTERNATIONAL, 14.10.2016 | AUTOR: Murielle Amstein

Europa: Übersicht Busparkplätze

Die Website www.parkyourbus.com bietet eine wertvolle Übersicht zur internationalen Situation im Bereich Haltestellen und Parkplätze für Reisebusse. Die Seite wird offiziell von der IRU unterstützt und laufend aktualisiert.

Mit www.parkyourbus.com wurde in 2015/2016 eine Website zur Lokalisierung von Busparkplätzen in Europa entwickelt. Dazu ist via Website eine entsprechende App verfügbar. Ziel des Projektes ist gemäss der Entwicklerin Daniela Ribera, den Carunternehmern und -chauffeuren ein einfaches und nützliches Instrument zu bieten. Bisher wurden über 3000 Busparkplätze registriert, laufend kommen weitere hinzu. Die IRU (International Road Transport Union) zeichnete parkyourbus.com anlässlich der Busworld in Kortrijk im Oktober 2015 mit dem IRU-Busreisen-Innovationspreis aus.

Dieses Startup-Unternehmen kann für die Busbranche eine wichtige Rolle übernehmen und verdient Unterstützung. Hierfür muss auch sichergestellt werden, dass die bislang angebotenen Daten in der App sauber und aktuell sind. Dabei sind wir auf die Hilfe vor Ort angewiesen. Wir sind deshalb dankbar um Rückmeldungen an l.kueng@astag.ch über unkorrekte und/oder unvollständige Angaben in den Bereichen Standort, Erreichbarkeit, Serviceangebote und Kontaktadresse.

INTERNATIONAL, 01.10.2018 | AUTOR: Meyer Franziska

Wöchentliche Ruhezeit in der Kabine

In der EU gibt es seit längerem Diskussionen um das Verbringen der Wochenruhezeit in der Kabine. In einigen Ländern werden auch bereits Bussen verhängt.

Wöchentliche Ruhezeit in der Kabine

Weitere Informationen

FAQ der französischen Behörden (in 7 Sprachen) 

IRU-Länderübersicht (Situation 15.10.2018) - englisch

Nationale Verbote gegen das Verbringen der Wochenruhezeit im LKW sind seitens der EU erlaubt, gemäss einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGh) von Ende 2017. Abgeleitet aus der EU-Verordnung 561/2006, dass die regelmässige wöchentliche Ruhezeit nicht im Fahrzeug verbracht werden dürfe – das Ziel des Gesetzgebers sei gewesen, die Arbeitsbedingungen der Fahrer zu verbessern und dies ist nicht der Fall, wenn die Pause im Fahrzeug verbracht wird.

Regelungen in einzelnen Ländern
Immer mehr EU-Länder stellen das Verbringen der regelmässigen Wochenruhezeit im LKW unter Strafe. Gemäss Berichten in der internationalen Fachpresse finden offenbar Kontrollen statt. Wird ein Chauffeur in flagranti ertappt – rückwirkende Kontrollen sind angeblich nicht erlaubt –, gilt die wöchentliche Ruhezeit als nicht genommen.

Frankreich
Das Verbot gilt seit Juli 2014. Die Bussen belaufen sich auf 1‘500 Euro. In der Regel muss die Hälfte des Bussgelds als Kaution hinterlegt werden, bevor der Chauffeur weiterfahren darf. Dazu kommen Strafe und Kaution gegen das Unternehmen, die max. 30‘000 Euro und 1 Jahr Gefängnis betragen können.

Belgien
Das Verbot gilt seit Juni 2014. Die Bussen sind bis zu 1800 Euro für den Unternehmer angesetzt. Der LKW wird bis zur Zahlung stillgelegt.

Grossbritannien
Das Verbot gilt seit November 2017. Das Bussgeld beträgt bis zu 3000 Britische Pfund. Es gilt anschliessend ein Fahrverbot bis zur vollständigen Ableistung der Wochenruhe an einem geeigneten Ort.

Deutschland
Das Verbot gilt seit Mai 2018. Die Bussen betragen bis 1500 Euro für den Unternehmer und 500 Euro für den Chauffeur. Der LKW wird bis zur Zahlung stillgelegt.

Italien
Das Verbot gilt seit Mai 2018. Die Bussen betragen bis zu 1700 Euro. Es gilt anschliessend ein Fahrverbot bis zur vollständigen Ableistung der Wochenruhe an einem geeigneten Ort.

Spanien
Auch Spanien bestraft das Übernachten in der Kabine seit dem 21.02.2019. Die Bussen betragen bis zu 2000 Euro.

Österreich
In Österreich stimmt zwar die Rechtsauffassung, was die Auslegung der Bestimmungen betrifft mit derjenigen in Frankreich und Belgien überein. Zurzeit finden aber keine Kontrollen des ruhenden Verkehrs statt.

Bemühungen um einheitliche Regelung
Ziel ist eine einheitliche Handhabung in allen EU-Mitgliedsländern. Im Juli wurde das erste EU-Mobilitätspaket vom Europaparlament abgelehnt. Wenn keine Einigung bis zu den Europawahlen im Mai 2019 erzielt wird, könnte es noch Jahre dauern, bis eine Einigung erzielt wird.

Warum ist das Thema aktuell? Immerhin stammt die EU-Verordnung ja aus dem Jahr 2006. Der Grund ist klar: Es geht allem Anschein nach darum, sogenanntes «Sozialdumping» sowie unerlaubte Kabotage einzudämmen, die zunehmend ein Problem darstellt. Konkret soll verhindert werden, dass Fahrerinnen und Fahrer aus Osteuropa, deren Lohn- und Anstellungsbedingungen ganz anders aussehen als etwa in Deutschland, während x Tagen am Stück in der «alten» EU tätig sein können. Ein brisantes Thema sind dabei gerade die Ruhezeiten auf überfüllen Rastplätzen, in Hafenanlagen und Industriegebieten.

Übrigens: In der Schweiz gilt dieselbe Regelung wie in der EU. Die gesetzliche Grundlage ist Artikel 11 Absatz 6 der Arbeits- und Ruhezeitverordnung (ARV1).

Was empfiehlt die ASTAG?
Aufgrund der unterschiedlichen Handhabung in den einzelnen Ländern kann keine generelle Empfehlung abgegeben werden. Bei Fahrten in die oben erwähnten Länder ist jedoch nach Möglichkeit darauf zu achten, dass eine normale wöchentliche Ruhezeit nicht im Fahrzeug verbracht wird. Ansonsten ist mit Kontrollen und Bussen zu rechnen.

(Stand Februar 2019)

INTERNATIONAL, 18.02.2014 | AUTOR: Murielle Amstein

EU/Nicht-EU-Raum: bdo-Länderdatenbank

Link

bdo-Länderinformationen

Über den nebenstehenden Link gelangen Sie auf die Länderdatenbank des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer bdo. Unter diesem Link finden Sie ausführliche Informationen zu den Ländern inner- und ausserhalb der Europäischen Union. Alle Angaben sind nach bestem Gewissen, jedoch ohne Gewähr. Bitte behandeln Sie sowohl die Informationen als auch die URL absolut vertraulich. Dem bdo ist es möglich, eventuelle Verstösse bei der unberechtigten Weitergabe der URL nachzuverfolgen.

INTERNATIONAL, 10.10.2013 | AUTOR: Murielle Amstein

12-Tage-Regelung: Digitaler Fahrtschreiber obligatorisch!

Für grenzüberschreitende Rundfahrten im Personenverkehr gelten seit 2014 neue Vorgaben gemäss Chauffeurverordnung ARV 1. Betroffen ist die Verschiebung der wöchentlichen Ruhezeit («12-Tage-Regelung»).

Konkret gibt es zwei Änderungen:

  1. Digitaler Fahrtschreiber (DFS) obligatorisch
  2. Lenkpause bereits nach 3 Stunden

Im Detail sieht die Rechtslage wie folgt aus:

Regelung bis 31.12.2013

Gemäss Art. 11a der Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer und -führerinnen (ARV 1) kann die wöchentliche Ruhezeit im Personenverkehr um bis zu zwölf aufeinanderfolgende 24-Stunden-Zeiträume hinausgeschoben werden, wenn:


Neuerungen seit 01.01.2014

  1. Bei Fahrten, die unter die ARV1-Bestimmungen der 12-Tage-Regelung fallen, muss das Fahrzeug zwingend mit einem digitalen Fahrtschreiber ausgerüstet sein. Der Einsatz eines Fahrzeuges mit analogem Fahrtschreiber ist für derartige Fahrten nicht mehr erlaubt.
  2. Bei Fahrten, die im Rahmen der 12-Tage-Regelung stattfinden und in den Zeitraum von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr fallen, ist eine Pause bereits nach einer Lenkzeit von 3 Stunden vorgeschrieben. Sie beträgt mindestens 45 Minuten oder (bei einer unterteilten Pause) mindestens 15 Minuten, gefolgt von einer Pause von mindestens 30 Minuten. Diese Pausenregelung gilt nicht bei Doppelbesatzung!


Achtung:
Für Fahrten, die nicht unter die Bestimmungen der 12-Tage-Regelung fallen, gelten vorgenannte strengere Bestimmungen gemäss Punkt 1 und 2 nicht.

Gesetzestexte

Deutsch 
Italienisch

Dokument zum Download

Merkblatt «12-Tage-Regelung»


INTERNATIONAL, 01.01.2017 | AUTOR: Meyer Franziska

CH-Länderzeichen: Für Fahrten ins Ausland obligatorisch!

Während die im Inland verkehrenden Schweizer Fahrzeuge nicht mehr zwingend mit einem CH-Länderzeichen ausgestattet sein müssen, ist der Kleber bei Fahrten ins Ausland nach wie vor obligatorisch.

Gesetzesquelle:

Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS) - siehe Artikel 45, Anhang 4)

Es ist bereits einige Jahre her, dass Fahrzeuge im Inland nicht mehr mit dem bekannten, ovalen Landeszeichen ausgerüstet sein müssen. Tatsache ist, dass nach internationalem Recht im Ausland verkehrende Fahrzeuge ein Landeskennzeichen tragen müssen (Wiener Abkommen).

Die Mindestmasse des Aufklebers sind im Anhang der VTS genau beschrieben:
Höhe x Breite der Ellipse: 11.5 x 17.5 cm
Höhe x Breite der Buchstaben: 8 x 4 cm
Strichbreite: 1 cm

Kleinere Formate haben nach dem Gesetz keine Gültigkeit.

Der CH-Kleber muss waagrecht zu seiner Hauptachse und gut lesbar am Heck des Fahrzeuges angebracht werden. Es muss sich in einer Höhe zwischen 0.20 m und 1.50 m befinden.

Der CH-Kleber oder die magnetische Version davon ist in Einkaufszentren oder Tankstellen in der Schweiz erhältlich. Auch der TCS bietet die Kleber an.

Die internationale Vorschrift bezüglich des Landeszeichens wird nicht in allen umliegenden Staaten mit der gleichen Konsequenz durchgesetzt. In Italien bezahlt man für das Nicht-Anbringen des CH-Klebers jedoch eine Busse in der Höhe von 74 bis 296 Euro.

Durch die Beachtung dieser Vorschrift lassen sich Unannehmlichkeiten im Ausland vermeiden!

Quelle: TCS

INTERNATIONAL, 14.12.2018 | AUTOR: Küng Linda

Spanien: Kennzeichnungspflicht mittels gelber Warntafeln

In Spanien fallen Busse mit einer Gesamtlänge von mehr als 12m unter die Kategorie VEHICULO LARGO (Lange Fahrzeuge) und unterstehen deshalb einer Kennzeichnungspflicht – sie müssen mit rechteckigen Warntafeln aus Aluminium versehen werden. Die Tafeln sind gelb mit roter Umrandung und sind am Heck des Fahrzeuges anzubringen. In jüngster Vergangenheit wurden in Spanien vermehrt Kontrollen durchgeführt, wo explizit das Augenmerkt auf diese Warntafeln gerichtet wurde.

Zu verwenden ist entweder eine Tafel mit den Abmessungen 130 x 25 cm bzw. zwei Tafeln nebeneinander, deren Abmessungen jeweils 50 x 25 cm betragen. Die Tafeln müssen am Heck des Gespanns in einem Abstand von 50 bis 150 cm zum Boden angebracht werden. Tafeln mit den oben genannten Abmessungen sind in der Schweiz nicht erhältlich, jedoch müssen auch die in der Schweiz angebotenen Warntafeln der Norm ECE-70/-01 akzeptiert werden. Diese Tafeln weisen den in Spanien verwendeten Tafeln ähnliche Abmessungen auf. Anderenfalls können auch vor Ort (z.B. in Werkstätten) oder über spanische Internetseiten die Tafeln mit den spanischen Abmessungen erworben werden.

Weitere Informationen:

bdo-Länderdatenbank (unter Spanien)