Aktuell

GV Genf: Klarer Kurs in bewegten Zeiten

Veröffentlicht am 27.05.2026 | von Laura Salamin

Die Generalversammlung der Genfer Sektion der ASTAG fand am 20. Mai in der FER Genève statt. Zwischen Mobilität, Ausbildung und Verkehrspolitik zeigte sich eine dynamische und engagierte Sektion.

Die Location

Die Generalversammlung fand in den Räumlichkeiten der FER Genève statt und gliederte sich in einen statutarischen Teil sowie einen geselligen Moment mit Mitgliedern und Gästen.

 

Die Ansprache des Präsidenten

Andrea Genecand blickte auf ein Jahr mit intensiver politischer Tätigkeit und mehreren organisatorischen Erfolgen zurück, insbesondere die Ausrichtung der Delegiertenversammlung der ASTAG Schweiz in Genf sowie den Anlass auf der Ferme Carra. Auf politischer Ebene betonte er das Engagement der Sektion im Zusammenhang mit den Baustellen der thermischen Netze und den Widerstand gegen Projekte, die die Verkehrsflüssigkeit beeinträchtigen, darunter das BHNS auf der rechten Rhone-Uferseite. Er erinnerte zudem an die Unterstützung wichtiger Strasseninfrastrukturen wie der «Traversée du Lac» und der Autobahn-Umfahrung und kündigte einen künftigen «Mobilitätsbarometer» auf Basis von GPS-Daten an.

 

Das gab zu reden I

Der Ausbildungsbericht bestätigt ein ausgezeichnetes Jahr: Zum achten Mal in Folge betrug die Erfolgsquote bei den EFZ- und EBA-Abschlüssen 100 %. Dreizehn Diplome wurden vergeben, darunter die Auszeichnung von Steven Netuschil (Galliker Transport SA) als bester Lehrling. Für den Lehrstart 2025 wurden 15 neue Lehrverträge abgeschlossen. Die Transportberufe erhielten zudem eine hohe Sichtbarkeit an der Cité des métiers. An den GenevaSkills überzeugten die Lernenden mit ihren technischen Kompetenzen: Mathieu Pythoud (Stadt Meyrin) belegte den ersten Platz, vor Jetmir Demiri (Planzer) und Kathleen Ricco (Stadt Carouge).

 

Das gab zu reden II

Die Sektion nahm mehrere Wahlen vor und wählte Thierry Pradervand, Michel Mooijman und Anthony Fellay als Delegierte sowie Fiona Squaratti und Vincent Chavaz als Rechnungsrevisoren.

 

Die (Promi-)Gäste I

Marc von Bergen, Vizepräsident der ASTAG Schweiz, thematisierte die Herausforderungen der Branche in einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld mit steigenden Energiekosten und internationalen Unsicherheiten. Er bekräftigte das Engagement der ASTAG für tragbare Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich der LSVA, sowie für eine nachhaltige, mit den Realitäten der KMU vereinbare Transformation.

 

Die (Promi-)Gäste II

Staatsrat Pierre Maudet lobte die konstruktive Zusammenarbeit mit der ASTAG Genève. Er stellte die geplante TPro-Vignette vor, die bestimmte Strecken zeitlich für den Berufsverkehr reservieren soll. Zudem rief er zur Unterstützung der Abstimmung über die Finanzierung der P+R-Anlagen auf, um den grenzüberschreitenden Pendlerverkehr zu reduzieren, und bestätigte die Autobahn-Umfahrung als kantonale Priorität.

 

Die (Promi-)Gäste III

Schliesslich präsentierte Romain Guéninchault die AGFM, die Genfer Vereinigung für die Ausbildung in den Mobilitätsberufen, welche UPSA, Carrosserie Suisse und die ASTAG vereint. Sie zählt derzeit 307 Lernende und verfolgt das Ziel, die Synergien in der beruflichen Ausbildung im Mobilitätssektor weiter zu stärken.