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G7-Gipfel in Evian: Mobilität und Wirtschaft sichern – eine entscheidende Aufgabe für die ASTAG

Veröffentlicht am 08.04.2026 | von Laura Salamin

Mit dem bevorstehenden G7-Gipfel in Evian-les-Bains vom 15. bis 17. Juni 2026 wachsen die Sorgen innerhalb der Genfer Wirtschaft. Mehr als zwanzig Jahre nach dem G8-Gipfel von 2003, dessen Ausschreitungen die Region stark beeinträchtigten, schlagen die Wirtschaftsakteure erneut Alarm. Die ASTAG Genf erinnert dabei an eine zentrale Realität: Ohne reibungslose Logistik gerät die gesamte Wirtschaft ins Wanken.

Zu den Unterzeichnenden zählen Andrea Genecand, Präsident der ASTAG Genf, Flore Teysseire, Generalsekretärin von Genève Commerces und des GPRH, Arnaud Bürgin, Generaldirektor der FER Genf, sowie Xavier Rey, Vizepräsident der SHG. Copyright: FER Genève

Der Gipfel bietet Chancen für die Region, stellt aber auch eine grosse Herausforderung dar. Die Erfahrungen von 2003 sind allen noch in Erinnerung: Strassensperren, Sachbeschädigungen und ein unsicheres Klima führten zu erheblichen Verlusten. In einem bereits angespannten wirtschaftlichen Umfeld wäre ein solches Szenario heute noch schwerer zu verkraften, insbesondere für KMU.

In einer von der FER Genf koordinierten Mitteilung fordern rund dreissig Verbände vom Staatsrat vorbeugende, gezielte Massnahmen. Dazu gehören insbesondere ein Verbot von Demonstrationen zwischen dem 10. und 21. Juni 2026, die Einrichtung von Schutzvorkehrungen gegen Vandalismus sowie ein Mechanismus zur schnellen Entschädigung bei Schäden oder Betriebsausfällen.

Für die ASTAG Genf ist die Aufgabe klar: die Kontinuität der logistischen Flüsse sicherstellen. Der Strassenverkehr bildet das Rückgrat der Versorgung des Kantons. Es geht nicht darum, Rechte einzuschränken, sondern eine unkontrollierbare Situation zu vermeiden, die die gesamte Bevölkerung benachteiligen würde. Andrea Genecand, Präsident der ASTAG Genf, betont: «Die Kontinuität der logistischen Flüsse ist eine unverzichtbare Voraussetzung für das Funktionieren des Kantons. Ein Tag ohne Lieferungen ist ein verlorener Tag für die Wirtschaft.» Die Sicherheit der Chauffeure, der Schutz der Waren und die Verkehrsflüssigkeit sind unverhandelbare Prioritäten.

Über den Transport hinaus ist die gesamte Genfer Wirtschaft betroffen. Der Kanton stützt sich auf ein dichtes Netz von KMU, die auf eine zuverlässige Logistik angewiesen sind. Der Appell der Verbände, insbesondere getragen von der ASTAG Genf, zielt darauf ab, jede Lähmung zu verhindern und die Kontinuität der Aktivitäten zu gewährleisten. Mehr denn je wird die Koordination zwischen Behörden und Wirtschaft entscheidend sein, um das reibungslose Gelingen dieses internationalen Ereignisses zu sichern, ohne die Wirtschaft des Kantons zu gefährden.

 

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