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CO2-Emissionen sinken

Veröffentlicht am 03.07.2023 | Aktualisiert am 22.09.2023 | von Urs Häfliger

Die Überlegung ist einfach: Werden mehr Stromer verkauft, sinken auch die CO2-Emissionen. Das zeigt sich nun auch offiziell in den Daten vom Bundesamt für Energie BFE.

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Seit 2021 werden für den Vollzug der CO2-Emissionsvorschriften und die Berichterstattung zur Neuwagenflotte die Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte gemäss dem WLTP-Messverfahren (World Light Vehicles Test Procedure) verwendet. Das schreibt das BFE in einer Mitteilung. Nun lässt sich erstmals ein konkreter Vergleich mit dem Vorjahr machen – und siehe da: Auch wenn die Verkäufe 2022 tiefer waren als im Jahr 2021, hat sich die Anzahl von Elektrofahrzeugen und Hybriden erhöht. Konkret sind 2022: 

- 230'000 PW zugelassen worden, wovon knapp 18 Prozent Elektro-, rund 8 Prozent Hybrid und noch rund 16 Prozent Dieselantriebe sind. Der Rest sind Benziner (57 Prozent), Gas- und Wasserstofffahrzeuge. 

- die neu-immatrikulierten Fahrzeuge mit 120,9 Gramm rund 7 Prozent weniger CO2 pro Kilometer sauberer als im Jahr zuvor. Der Zielwert wäre 118 Gramm. 

- 23'000 Lieferwagen und leichte Sattelschlepper (bis 3,5 Tonnen) zugelassen worden. Diesel-Fahrzeuge bleiben dominant (rund 79 Prozent), verlieren aber Anteile an Elektrofahrzeuge (neu über 10 Prozent). Nicht ganz bei 10 Prozent liegen Benziner, ein Schattendasein fristen Hybride und Gasfahrzeuge. 

- trotz der Steigerung von im Betrieb emissionslosen Fahrzeugen der CO2-Zielwert von 186 Gramm pro Kilometer um über 8 Prozent überschritten (201,5 Gramm CO2 pro Kilometer). 

Andreas Burgener, Direktor von Auto Schweiz, ist gemäss Medienmitteilung erfreut über das Ergebnis: «Dieser Erfolg beweist, dass die Hersteller und unsere Mitglieder die richtigen Strategien gewählt haben, um die Emissionen neuer Fahrzeuge nachhaltig zu senken. Langfristig sollen diese ganz ohne den Einsatz fossiler Energieträger auskommen.» 

Die Überschreitung der Emissionswerte führte zu Sanktionen. Insgesamt wurden über 20 Millionen Franken erhoben – die vollständig dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds NAF zugewiesen werden.