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VERKEHRSVERLAGERUNG: Grundsätze, 16.01.2017 | AUTOR: André Kirchhofer

Freie Verkehrsmittelwahl für effiziente Mobilität

Der Zusammenhang von Verkehr, Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum ist unbestritten. Aufgrund der zunehmenden weltweiten Verflechtung und Konkurrenz hat die Schweiz nur eine Zukunftschance, wenn sie ihre Dienstleistungen und Güter von ihren Handelspartnern direkt, schnell und sicher beziehen und befördern kann. Ohne Verkehr ist kein Wirtschaftswachstum möglich, ohne Wirtschaftswachstum kein Wohlstand. Einig sind sich die Experten darin, dass sich die Entwicklung eher beschleunigt, als dass sie aufzuhalten wäre. Und damit wird der Verkehr weiter wachsen.

Verkehr hat andererseits gewisse Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Moderne Techniken vermindern jedoch zusehends und massiv das Risiko, dass negative Effekte auftreten. Der Nutzen des Verkehrs übertritt deshalb die Negativeffekte bei weitem. Daraus folgt, dass die wirtschaftliche, soziale und ökologische Verträglichkeit von Verkehr primär mit Fortschritt, Wissen und Innovation im technischen Bereich sichergestellt werden muss. Staatliche Zwangsmassnahmen lehnt die ASTAG hingegen ab. Vorgaben und Verbote, die den (Güter-) Verkehr beschränken, stellen einen unverhältnismässigen und unsinnigen Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit dar und verursachen mehr Schaden als Nutzen.

Ziel der Verkehrspolitik muss es sein, Mittel und Wege zu finden, wie die Mobilität so effizient und sicher wie möglich gestaltet werden kann, ohne dass die Wirtschaft dadurch in ihrer Entwicklung eingeschränkt wird. Von absolut zentraler Bedeutung sind diesbezüglich die Zusammenarbeit und Aufgabenteilung von Schiene und Strasse (Ko-Modalität) sowie die freie Verkehrsmittelwahl.

Die ASTAG lehnt deshalb Verbote und staatliche Zwangsmassnahmen (Dosiersys-tem, Alpentransitbörse, Kontingentierung) grundsätzlich ab. Sie verzerren die Preise und Märkte und führen zu Ineffizienzen und Wohlstandseinbussen. Die freie Verkehrsmittelwahl ist deshalb zentrale Voraussetzung für Wettbewerb und Fortschritt. Dank ihr kommen die Vorteile der einzelnen Verkehrsmittel am besten zum Tragen.

Im selben Zusammenhang dürfen Telematik sowie verkehrsberuhigende Massnahmen nicht für politische Zwecke missbraucht werden – auch nicht in den Agglomerationen und Gemeinden. Bauarbeiten sind zu koordinieren und rascher durchzuführen.


Weitere Informationen

Dr. André Kirchhofer

Vizedirektor
Telefon +41 31 370 85 21 | Mail


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