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TAGS: Ausbildung, Prävention, Sicherheit, Technik

VERKEHRSSICHERHEIT: Grundsätze, 17.01.2017 | AUTOR: André Kirchhofer

Verbesserungen dank Technik und Infrastruktur

Die Sicherheit im Strassenverkehr und am Arbeitsplatz gehört zu den wichtigsten Anliegen der ASTAG. Seit Jahren ist der Verband bestrebt, die breite Bevölkerung, die Politik und vor allem die Verkehrsteilnehmer für das Thema zu sensibilisieren. Dazu wurden beispielsweise Kampagnen zur Problematik des Toten Winkels und gegen «Elefantenrennen» durchgeführt, Aufklärungs- und Präventionsarbeit an Schulen, bei Unternehmen und Chauffeuren geleistet und eine spezielle Ausstellung im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern gestaltet. Im Zentrum steht jedoch ein professionelles, breitgefächertes Aus- und Weiterbildungsangebot, das zahlreiche Kurse zum Thema Verkehrs- und Arbeitsplatz enthält.

Erfreulicherweise befindet sich die Verkehrssicherheit insbesondere im Strassentransport auf einem sehr hohen Niveau. Seit Jahren ist die Zahl von Unfällen mit Beteiligung von schweren Nutzfahrzeugen rückläufig, wie die offiziellen Angaben des Bundesamts für Statistik (BfS) und der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) zeigen. Bei keinem anderen Verkehrsmittel gibt es weniger Unfälle. Die Anzahl schwer oder tödlich Verletzter bei Unfällen mit Lastwagen hat in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent abgenommen.

Selbstverständlich ist jedoch jeder Unfall, jeder Verletzte, jeder Tote einer zuviel. Die ASTAG setzt deshalb weiterhin auf eine gezielte Aus- und Weiterbildung und auf technische Verbesserungen im Fahrzeugbereich. Dazu soll mit Partnerverbänden bis 2013 auch ein neues Verwaltungs- und Ausbildungszentrum realisiert werden.

Dringend notwendig sind allerdings auch Massnahmen bei der Strasseninfrastruktur. Die ASTAG fordert deshalb von den zuständigen Behörden, dass die Verkehrswege nach jahrelangen Versäumnissen endlich den steigenden Ansprüchen angepasst, Engpässe beseitigt und die Kapazitäten erweitert werden. Im weiteren sind auch gewisse Normen zu überdenken. Zu enge Kreisel und übertriebene Fahrbahnverengungen stellen nach Ansicht der ASTAG ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko dar.

Ineffizient, teuer und illusorisch ist hingegen eine «Vision Zero» (heute: «Via sicura»), die mit einer Nulltoleranz rechnet und auf zahlreichen rigorosen Vorschriften beruht. Eine Mehrheit von Verkehrsteilnehmern, die sich korrekt verhält, wird damit wegen einer Minderheit von Rasern zunehmend kriminalisiert.

Selbstverständlich sind gewisse Kontrollen nötig. Die polizeiliche Arbeit darf aber nicht derart schikanös und häufig sein, dass der Strassentransport in der Ausübung seiner Aufgaben behindert wird und in seiner Existenz bedroht wird.

Die ASTAG befürwortet technische Ausrüstungen, die die Sicherheit erhöhen. Nicht akzeptabel sind jedoch Neuerungen, die zwingend vorgeschrieben werden und nur für die Schweiz gelten sollen.


Weitere Informationen

Dr. André Kirchhofer

Vizedirektor
Telefon +41 31 370 85 21 | Mail


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