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VERLAGERUNGSPOLITIK, 13.11.2019 | AUTOR: André Kirchhofer

Verlagerungsbericht 2019: Erfolgreiches Engagement des Transportgewerbes

Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG freut sich über die Fortschritte in der Verlagerungspolitik. Grosser Anteil am positiven Ergebnis hat das Schweizerische Strassentransportgewerbe. Auch in Zukunft wird sich die Branche aktiv für einen möglichst umweltverträglichen Güterverkehr engagieren, insbesondere mit Innovationen, alternativen Antriebsformen und auch der weiteren Optimierung der Ko-Modalität.

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Medienmitteilung (PDF)

Die ASTAG nimmt die neuesten Verlagerungszahlen des Bundes mit Genugtuung zur Kenntnis. Dank dem finanziellen Engagement der Schweizer Transportunternehmen ist es gelungen, die Anzahl der Fahrten im alpenquerenden Transitverkehr von Grenze zu Grenze weiter zu senken. Durch jährlich rund 1,6 Milliarden Franken an LSVA-Abgaben des Strassentransportgewerbes – und rund 25 Milliarden seit 2001 – konnte eine äusserst leistungsfähige Bahninfrastruktur in der Schweiz überhaupt finanziert und realisiert werden. Zudem sind jüngst vier Transportunternehmen Planzer Transport, Camion-Transport AG Wil CT, Bertschi AG und Galliker Transport AG an SBB Cargo, der bedeutendsten Güterbahn des Landes, finanziell und strategisch beteiligt. Die Branche leistet damit auch im operativen Tagesgeschäft ihren Anteil zu einer erfolgreichen Verlagerungspolitik.

Das Strassentransportgewerbe engagiert sich zudem ganz grundsätzlich sehr stark. Nicht zuletzt da es im Grundinteresse eines jeden Unternehmers ist, möglichst verbrauchsoptimierte Transporte durchzuführen. Bestes Beispiel dafür ist die Fachmesse TransportCH, der 10. Schweizer Nutzfahrzeugsalon, die heute in Bern öffnet. Vorgestellt werden dort zahlreiche Innovationen, die dazu beitragen, die CO2-Emissionen noch weiter zu senken. Insbesondere zu erwähnen sind Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (wie Elektrobatterie, Wasserstoff, LNG, usw.). Das Schweizer Transportgewerbe darf mit Stolz und Überzeugung sagen, dass man sich auf einem sehr guten Weg hin zu einer CO2-armen Mobilität befindet. Schon heute liegt der Anteil des Schwerverkehrs an den gesamten CO2-Emissionen in der Schweiz bei nur gerade 4 Prozent. «Das Schweizer Transportgewerbe wird sich weiterhin aktiv und konstruktiv für eine umweltverträgliche Logistik einsetzen», sagt Nationalrat und Zentralpräsident der ASTAG Adrian Amstutz.

Ko-Modalität bedingt durch leistungsfähige Infrastruktur

Es wäre hingegen der völlig falsche Weg, weiterhin ausschliesslich auf Zwangsmassnahmen zu setzen, so wie dies die Alpenschützer immer und immer wieder fordern. Die ASTAG lehnt insbesondere eine komplette Umgestaltung des LSVA-Systems, eine Alpentransitbörse oder sektorale Fahrverbote kategorisch ab. Die Zukunft gehört klar der Ko-Modalität, das heisst der Zusammenarbeit aller Verkehrsträger. Strasse, Schiene, Wasser und Luft – alle haben ihren berechtigten Platz im Güterverkehr und müssen von der Politik gleichbehandelt werden. Von daher ist die ASTAG mit dem Massnahmenpaket des Bundesrats einverstanden, sofern die angekündigten Schwerverkehrskontrollen verhältnismässig ausfallen.

Noch viel wichtiger ist allerdings, dass die Schienen-Zulaufstrecken im Ausland und vorab in Deutschland endlich wie versprochen rasch ausgebaut werden. Die neu um notabene 20 Jahre verspätete und nun auf 2041 angekündigte Fertigstellung ist völlig inakzeptabel. «Der Bundesrat ist aufgefordert, in Deutschland Druck zu machen. Die grünroten Parteien der Schweiz sowie die sogenannten Alpenschützer sollen ihre Gesinnungsgenossen in Deutschland auffordern, ihre Einsprachen-Blockade gegen diesen Bahnausbau endlich zu beenden», sagt Adrian Amstutz: «Nur so kommt die Verlagerungspolitik weiter voran.»


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Dr. André Kirchhofer

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