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TAGS: Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Arbeitsrecht, Ausbildung, Bildungsprogramm, Fachgruppe, Haftung, Kurse, Prävention, Sicherheit, Sicherheitsvorschriften

INHALTE, 20.02.2017 | AUTOR: Peter Hari

Arbeitssicherheit/Branchenlösung EKAS/ASTAG

Aufgrund der ASA-Richtlinie 6508 sind Unternehmen seit anfangs Januar 2000 verpflichtet, die erforderlichen Massnahmen zur Optimierung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes umzusetzen. Bis jetzt haben rund 800 Strassentransport-, Logistik- und Speditionsunternehmen den Weg der EKAS/ASTAG-Branchenlösung gewählt. Bei der ASTAG besteht eine Trägerschaft EKAS/ASTAG-Branchenlösung. Leitende Mitarbeitende der ASTAG, Unternehmer und führende Angestellte von mittleren und grösseren Firmen und Vertreter der Vollzugsbehörde bilden diese Trägerschaft. Sie ist im empfehlenden Sinne richtungsweisend. Die Tätigkeiten der Trägerschaft sind mit dem Sozialpartner Les Routiers Suisses koordiniert und abgestimmt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen diese Branchenlösung. Die Trägerschaft definiert die periodisch vorgegebenen Ziele im Gesundsheitschutz und bei der Arbeitssicherheit.

Welche Aufgaben schreibt die Richtlinie vor?
Die ASA-Richtlinie 6508 der EKAS (Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit) verpflichtet die Unternehmen, ihren Betrieb auf allfällige Gefahren hin zu überprüfen. Ziel dieser Bestrebungen ist die Reduktion von Berufsunfällen und Berufskrankheiten. Das heisst für den Unternehmer:

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen;
Die Produktivität verbessern (weniger Fehlzeiten und Fluktuationen);
Die Personal- und Personalnebenkosten senken;
Die Eigenverantwortung des Arbeitnehmers bewusst fördern, was sich erfahrungsgemäss positiv auf die Nichtbetriebsunfälle auswirkt.

Was geschieht, wenn ein Betrieb die ASA-Richtlinie 6508 nicht oder nicht richtig erfüllt?
Der Betrieb hat Sanktionen durch die Vollzugsbehörden zu erwarten.

Die EKAS/ASTAG-Branchenlösung bietet den Unternehmen eine einfache, effiziente und äusserst kostengünstige Möglichkeit, die ASA-Richtlinie umzusetzen. Die Trägerschaft der ASTAG-Branchenlösung hat in einzelnen Betrieben die spezifischen Gefahren und Schutzmassnahmen der Branche analysiert. Die Ergebnisse der Untersuchungen können für alle Betriebe der Branche genutzt werden. Die dabei gemachten Erfahrungen ermöglichen jedem einzelnen Unternehmer ein durchdachtes und auf die speziellen Probleme ausgerichtetes Vorgehen. 

Ausbildung
Die zuständige Person im Betrieb für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (KOPAS) kann einen tägigen Kurs besuchen oder nach Vereinbarung kann die Einführung auch vor Ort durchgeführt werden.

Unterlagen
Die EKAS/ASTAG-Branchenlösungsunterlagen umfassen ein Sicherheitshandbuch inkl. Zugang zur online-Version. Das Handbuch ist nach den 10 Punkten des EKAS-Sicherheitskonzeptes aufgebaut:

1. Sicherheitsleitbild, -ziele 
2. Sicherheitsorganisation
3. Ausbildung, Instruktion, Information
4. Sicherheitsregeln, Sicherheitsstandards
5. Gefahrenermittlung, Risikobeurteilung, Checklisten
6. Massnahmenplanung und -realisierung
7. Notfallorganisation
8. Mitwirkung
9. Gesundheitsschutz
10. Kontrolle/Audit

Weiterbildung
Nach der Erstschulung finden freiwillige Weiterbildungen statt. Diese Seminare dienen dazu, dass Sie als Branchenlösungsteilnehmer weitere hilfreiche Hinweise zum Sicherheitshandbuch erhalten. Die vergangenen Seminare haben gezeigt, dass ein Besuch viele offene Fragen beantworten kann.

Informationen
In regelmässigen Abständen erhalten Sie von uns in Form der EKAS-News die nötigen Informationen zur Umsetzung der ASA-Richtlinien. Dadurch können Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren und bleiben in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf dem Laufenden. Exklusive Zusatzinformationen sind auf https://branchenloesung.astag.ch aufgeschaltet.


Kosten
Kursbeitrag für ASTAG-Mitglieder: CHF 625.-
Kursbeitrag für Nichtmitglieder: CHF 975.-
Neu ist auch eine Einführung/Auffrischung vor Ort möglich: CHF 299.-

Die Teilnahmegebühr beinhaltet Kurs- und Schulungsunterlagen. Im Beitrittsjahr ist einzig der Kursbeitrag zu entrichten, ab dem zweiten Jahr nur die Jahresgebühr.

Fahrzeuge

Mitglied

Nichtmitglied

01–03

CHF 200.00

CHF 400.00

04–20

CHF 300.00

CHF 600.00

21–00

CHF 400.00

CHF 800.00

Kurse
Das Kursangebot der EKAS/ASTAG-Branchenlösung finden Sie im Bildungsprogramm.
Kursanmeldungen direkt hier: https://www.astag.ch/kurse/laufende-czv-kurse/?filter=Branchenl%C3%B6sung

Abwesenheiten auf Grund von Unfällen und Berufskrankheiten sowie gesundheitlichen Störungen sind gerade für kleinere Betriebe mit ihrer dünnen Personaldecke äusserst kritisch. Sie wirken sich auch durch Störungen in der Arbeit, Sachbeschädigungen beim Kunden und Verzögerungen der versprochenen Leistungen aus. Jede Aufwendung zur Vermeidung von Unfällen und Berufskrankheiten verringert generell Störungen und wirkt sich deshalb positiv auf den Geschäftsgang der Unternehmung aus. Die aufgewendeten Mittel sind eine Investition mit folgenden Vorteilen für den Betrieb:

Haftung
Das vorliegende Handbuch der EKAS/ASTAG-Branchenlösung wurde unter Beizug und Mitwirkung von Fachleuten aus dem Bereich der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes erarbeitet. Das Handbuch bildet eine grösstmögliche Zahl von relevanten Gefahrenpotenzialen und deren Entschärfung im Betrieb ab. Für Schäden und Folgekosten, welche trotz Anwendung der Branchenlösung entstehen, lehnt die Trägerschaft ASTAG jegliche Haftung ab. Ein Arbeitgeber ist auch dann nicht von der Verantwortung entbunden, wenn er die EKAS/ASTAG-Branchenlösung anwendet.

Verantwortung wahrnehmen
Gemäss Bundesgesetz zur Unfallversicherung (Unfallversicherungsgesetz, UVG) und des Arbeitsgesetzes (ArG) hat der Arbeitgeber die Verantwortung, dass die Sicherheit und die Gesundheit der von ihm beschäftigten Arbeitnehmenden gewährleistet ist. Der Systemansatz der ASA-Bestimmungen (ASA-Richtlinie 6508) trägt zu einer systematischen und konsequenten Ermittlung und Anwendung der erforderlichen Massnahmen bei.

Arbeitnehmende einbeziehen
Prävention erfordert die Mitarbeit und den Einbezug der Mitarbeitenden. Damit wird die Akzeptanz und die Wirksamkeit der Sicherheitsmassnahmen erhöht. Aus Betroffenen werden Beteiligte gemacht.

Kosten einsparen
Investitionen in die Prävention sind planbar und gezielt möglich. Sie sind kostengünstiger als Nachbesserungen aufgrund gesetzlicher Kontrollen oder nach erfolgten Ereignissen (Unfälle, Schadenereignisse).

Wirtschaftlichkeit erhöhen
Konsequente Prävention verhindert Störungen im Betriebsablauf und reduziert damit Stillstandzeiten und Ausschuss. Die Produktivität wird erhöht. Bei Kleinstbetrieben hat der Ausfall eines (oft des einzigen) Mitarbeitenden schwerwiegende Auswirkungen. Die Personaldecke ist dünn und hat die Folge, dass der Arbeitgeber selber einspringen muss. Er ist durch Stress gesundheitsgefährdet, Termine werden verpasst, Aufträge können verloren gehen, etc.

Qualität verbessern:
Das konsequente Anwenden des Sicherheitsdenkens gemäss dem Prinzip „Stop-Denken-Handeln“ wirkt sich auf die Sorgfalt der Arbeitsausführung und damit auch auf die Qualität der Arbeit aus.

Risiken minimieren
Der Arbeitgeber kennt die Risiken in seinem Betrieb und seiner Produkte. Mit dem Beizug der Spezialisten (ASA) lassen sie sich vertieft erkennen und meistern. Sie bieten für den Betrieb eine wichtige bis überlebensnotwendige Grundlage in Haftpflichtfällen in Zusammenhang mit seinen Produkten.

Sich stetig verbessern
Der Systemansatz der Umsetzung der ASA-Bestimmungen basiert auch auf dem Prinzip der stetigen Verbesserung. Der Betrieb hat damit ein Instrument, immer auf der Höhe der Zeit zu sein und auf Veränderungen zu reagieren.

Image pflegen
Konsequent umgesetzte und gelebte Prävention strahlt Zuverlässigkeit, Kontinuität, Vertrauen und Qualität aus. Die von den Kunden und der Öffentlichkeit wahrgenommenen Zeichen sind Ordnung, Sauberkeit, Termintreue, zufriedene Mitarbeitende und Güte der Produkte. Negative Schlagzeilen wegen Vernachlässigung gesetzlicher Vorschriften oder schwerwiegenden Ereignissen in Zusammenhang mit dem Betrieb und seinen Produkten können vermieden werden.



Weitere Informationen

Giuliano Arcuri

Fachunterstützung
Telefon +41 31 370 85 85 | Mail

Peter Hari

Mitglied des Kaders
Telefon +41 31 370 85 26 | Mail


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