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NEWS, 20.03.2020 | AUTOR: André Kirchhofer

Wirtschaftshilfe: Positive Entscheide des Bundes – jetzt braucht es die unverzügliche Umsetzung mit Wirkung im Ziel!

Der Schweiz. Nutzfahrzeugverband ASTAG begrüsst die Entscheide des Bundes zur Unterstützung von Wirtschaft und Gewerbe sehr. Entscheidend ist jetzt eine sofortige Umsetzung. Ebenso wichtig sind die Ausnahmebestimmungen für den Strassentransport, die heute in Kraft gesetzt wurden. Damit werden Versorgung und Entsorgung in der gesamten Schweiz gesichert.

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Medienmitteilung (PDF)

Link ASTRA: Massnahmen im Strassenverkehr

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krisensituation sind für das Schweizer Strassentransportgewerbe, wie für andere Branchen auch, absolut verheerend. Vor allem Reisebus- und Taxiunternehmen befinden sich in einer existentiell bedrohlichen Notlage. Die Schliessung der Grenzen und das Veranstaltungsverbot haben zur Einstellung fast sämtlicher Reiseaktivitäten geführt. Massive Auftragseinbussen verzeichnet auch der Gütertransport. Die kommende Rezession ist bereits zu spüren.

Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG steht deshalb voll und ganz hinter den heutigen Entscheiden des Bundesrats zur Unterstützung der Wirtschaft. Das Transportgewerbe mit Lastwagen, Reisebus und Taxi ist für gelebte Selbstverantwortung und Selbsthilfe bekannt. In der aktuellen Sondersituation, die unbeeinflussbar und unverschuldet ist, braucht es jedoch zwingend staatliche Massnahmen. Besonders wichtig sind dabei Bürgschaften und Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen sowie die Erweiterung der Kurzarbeitsentschädigung auf befristete Anstellungsverhältnisse, Temporärarbeit und Arbeiten auf Abruf.

Wichtige Lockerung von Vorschriften im Strassentransport

Die ASTAG begrüsst ausserdem ausdrücklich die neueste Weisung des Bundesamts für Strassen ASTRA zu weiteren Ausnahmebestimmungen im Strassentransport. Mit der Nutzung des ursprünglichen Gesamtgewichts von Lastwagen (trotz eingetragener Ablastung), der Lockerung des Sonntags- und Nachtfahrverbots für den Transport von versorgungsrelevanten Gütern und einer Anpassung der zulässigen Lenk- und Ruhezeiten können die Versorgung und die Entsorgung im ganzen Land noch besser sichergestellt werden.

Zahlreiche Massnahmen, die der Bund jetzt getroffen hat, wurden von der ASTAG in den letzten Tagen nachdrücklich gefordert. Es ist sehr erfreulich, dass wichtige Anliegen des Transportgewerbes berücksichtigt werden. Absolut entscheidend ist jedoch das Tempo der Umsetzung mit grösstmöglicher Wirkung im Ziel. «Mit jedem Tag, der verstreicht, steigt die Gefahr von Konkursen und Entlassungen», warnt ASTAG-Zentralpräsident Adrian Amstutz: «Zur Sicherung von wertvollen KMU und Arbeitsplätzen muss unverzüglich gehandelt werden!»

Die Schweizer Transportunternehmer und alle ihre Berufsfahrerinnen und -fahrer sind sich ihrer ausserordentlichen Verantwortung für die dauerhafte Aufrechterhaltung des Gütertransports und der Personenbeförderung bewusst. Mit vollem Einsatz und hoher Motivation setzen sie alles daran, ihre Transportdienstleistungen für die Menschen und die Wirtschaft in der Schweiz trotz erschwerter Umstände tagtäglich sicher und zuverlässig zu erbringen. Umso mehr darf die wirtschaftliche Unterstützung des Bundes nicht länger auf sich warten lassen: «Der Strassentransport ist unentbehrlich», sagt Adrian Amstutz: «Wir nehmen unsere Verantwortung wahr, zählen aber jetzt auf die Mitverantwortung von Bund und Kantonen!»


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Dr. André Kirchhofer

Vizedirektor
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