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NEWS, 11.03.2020 | AUTOR: André Kirchhofer

Coronavirus: Reisebusbranche mit Ertragseinbrüchen – befristete Überbrückungskredite des Bundes erforderlich!

Die rasche Ausbreitung des Coronavirus bringt die Schweizer Reisebusbranche in eine ernste Lage. Zahlreiche Carunternehmen kämpfen mit dramatischen Buchungsrückgängen. Der Schweiz. Nutzfahrzeugverband ASTAG bittet daher den Bundesrat um die zeitverzugslose Gewährung von befristeten Überbrückungskrediten. Zudem darf der Personen- und Gütertransport auf der Strasse bis auf weiteres nicht mit der Einführung von neuen oder der Erhöhung von bestehenden Abgaben stärker belastet werden.

Mangels Kunden stehen ganze Fahrzeugflotten still.

Die Schweizer Reisebusbranche ist von der rasanten Ausbreitung des Coronavirus in den umliegenden Ländern und in der Schweiz ausserordentlich stark betroffen. Bereits erteilte Aufträge werden annulliert, die Buchungszahlen gehen dramatisch zurück, mangels Kunden stehen ganze Fahrzeugflotten still. Die Folge sind Umsatzeinbussen und Ertragseinbrüche in nie gekanntem Ausmass. Es drohen Liquiditätsengpässe, die vielerorts zum Verlust von wertvollen KMU-Arbeitsplätzen führen können. «Die Situation für die Branche ist prekär», warnt Adrian Amstutz, Zentralpräsident des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands ASTAG.

Vor grossen Herausforderungen steht auch das Gütertransportgewerbe. Vor allem im grenzüberschreitenden Verkehr mit Italien besteht grosse Verunsicherung. Warentransporte sind zwar vorläufig weiterhin erlaubt. Jedoch führen die gestern verfügten Einschränkungen zu Wartezeiten, Verzögerungen und enormen Schwierigkeiten bei Anlieferung und Abholung. Die Konjunkturrisiken sind zudem stark gestiegen, die Prognosen wurden bereits nach unten korrigiert. Die Verunsicherung in der Branche nimmt daher zu.

Selbsthilfe in Sondersituation zu wenig effektiv

Die Unternehmen des Strassentransports sind für ihre hohe Selbstverantwortung und gelebte Selbsthilfe bekannt. Sie werden auch jetzt alle Massnahmen ergreifen, die in ihrer Macht stehen. Aktuell sieht die ASTAG jedoch den Bund in der Mitverantwortung. Aufgrund der unbeeinflussbaren Sondersituation braucht es zeitverzugslos staatliche Massnahmen zur Unterstützung der besonders betroffenen Branchen. Kurzarbeitsentschädigungen müssen ab sofort unbürokratisch und möglichst rasch gewährt werden, auch für Saisonverträge und Arbeiten auf Abruf.

Als zusätzlichen sehr wichtigen Schritt fordert die ASTAG die Gewährung von befristeten, rückzahlbaren Krediten des Bundes zur Überbrückung der unverschuldet entstandenen Liquiditätsengpässe. Entscheidend ist dabei eine unverzügliche Umsetzung mit rascher Wirkung. Für Adrian Amstutz ist klar: «Der Bundesrat muss jetzt handeln, sonst ist es zu spät!»

Der Schweizer Güter- und Personentransport auf der Strasse darf in nächster Zeit auf keinen Fall zusätzlich belastet werden. Die ASTAG lehnt die Einführung oder Erhöhung von staatlichen Abgaben, Steuern und Gebühren klar ab.

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Medienmitteilung (PDF)

Medienpräsenz

SRF-Artikel "Carunternehmer leiden unter Coronavirus"

NZZ-Ticker "Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband Astag schlägt Alarm."

bluewin.ch-Ticker "Reisebusbranche fordert Unterstützung vom Bund"

Tele M1 "Ganz Italien abgeriegelt: Massive Auswirkungen auf Carunternehmen"

htr.ch "Reisebusbranche fordert vom Bund Überbrückungskredite"

TIR transNews "Coronavirus: Die Carbranche trifft es besonders hart"

Aargauer Zeitung "Doch keine Fahrt an den Gardasee – Reiseunternehmen leiden unter der Corona-Krise"



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Dr. André Kirchhofer

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