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NEWS, André Kirchhofer

DV 2017: Digitalisierung – nur mit moderner Strasseninfrastruktur!

Der Schweiz. Nutzfahrzeugverband ASTAG will die Chancen der Digitalisierung im Transportgewerbe konsequent nutzen. Deshalb muss das Strassennetz unverzüglich modernisiert werden. An der DV 2017 in Murten forderte Zentralpräsident Adrian Amstutz zudem eine konsequente Durchsetzung des Kabotageverbots.

Die Digitalisierung im Güter- und Personentransport auf der Strasse schreitet schnell voran. Dank Logistik 4.0, ausgeklügeltem Datenmanagement und innovativen IT-Lösungen sind Lastwagen, Reisebusse und Taxis noch effizienter, flexibler und zugleich sicher und umweltverträglich unterwegs. Damit wird tagtäglich ein unentbehrlicher Beitrag zur Versorgung und Entsorgung wie auch zur Freizeit- und Reisemobilität geleistet – zugunsten von Wirtschaft, Gewerbe und Bevölkerung.

Die ASTAG will ihre Mitglieder auch bei der Digitalisierung bestmöglich unterstützen. Das Potential von neuen Technologien soll konsequent genutzt werden und Kosteneinsparungen bewirken. An der heutigen Delegiertenversammlung 2017 in Murten, die den Titel «Schwungvoll in Fahrt» trug, wurde unter anderem ein E-Learning-Tool vorgestellt. Als Premiere in der Schweiz kann die ASTAG damit Kurse der CZV-Weiterbildung in elektronischer Form anbieten.

Vorwärts mit dem NAF!

Ein Irrglaube ist allerdings, dass sich Kapazitätserweiterungen mit der Digitalisierung erübrigen, wie gewisse Kreise regelmässig behaupten. Im Gegenteil, eine bedarfsgerechte Strasseninfrastruktur bleibt die absolut zentrale Voraussetzung, damit Verkehr und Transport möglichst reibungslos ohne teuren und umweltschädlichen Stau funktionieren. Die NAF-Vorlage muss deshalb umgehend umgesetzt werden, sagte ASTAG-Zentralpräsident Adrian Amstutz vor den Delegierten: «Wenn die Digitalisierung erfolgreich sein soll, braucht es zuerst ein leistungsfähiges Strassennetz als Hardware!»

Das zweite Hauptthema für das Transportgewerbe ist derzeit die steigende Zahl von verbotenen Kabotagefahrten. Innerhalb der Schweiz sind Transporte mit ausländischen Fahrzeugen nicht zulässig. Die einzige Lösung sind verschärfte Kontrollen, höhere Bussen und eindeutige Verantwortlichkeiten bei den zuständigen Behörden bei Bund und Kantonen, wie die ASTAG an der DV erneut klar forderte.